Das Tollwood-Konzert mit Jeff Beck und Johnny Depp war innerhalb von nur zwei Stunden ausverkauft. Nach einem knapp 80-minütigen Gig verabschiedet sich der Hollywoodstar (Captain Jack Sparrow in den "Fluch der Karibik"-Teilen) mit einem knallroten BH in der Hand von den 6000 Zelt-Besuchern – nur einer von zahlreichen Büstenhaltern, die ihm seine Verehrerinnen auf die Bühne warfen.
Schon am Nachmittag belagerten Trauben von Fans bei 31 Grad Sommerhitze die beiden Zufahrten zum Backstagebereich, weil sie hofften, dort einen Blick auf ihr Idol werfen zu können. Pustekuchen. Vor seinem Auftritt in Offenbach hatte sich Johnny Depp nämlich unter seine Anhänger gemischt und Selfies mit ihnen gemacht. Eingecheckt hatte der Schauspieler am Dienstag im Hotel "Bayerischer Hof".
Als Vorgruppe mischten die "Bananafishbones" aus Bad Tölz das Riesenzelt mit ihren Ohrwürmern auf. Dann gehörte die Bühne 40 Minuten lang der Gitarrenlegende Jeff Beck (78), den der "Rolling Stone" als Nummer fünf der 100 besten Rock-Gitarristen aller Zeiten aufführt. Ein absolutes Klangerlebnis. Im zweiten Teil erlebte das Publikum dann eine musikalische Männerfreundschaft.
Als Johnny Depp die Bühne betrat, brachte dieser Augenblick den Kreischpegel im Zelt zum Anschlag und die Handys schossen hoch. Johnny Depp scheint seine öffentliche Scheidungsschlammschlacht mit Amber Heard weggesteckt zu haben. Die Fans erlebten jetzt einen Jeff Beck, der sich deutlich zurücknahm und jetzt mit seinem entspannten Gitarren-Kumpel endlich auch einen Sänger neben sich auf der Bühne hatte.













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