Amberg
24.03.2022 - 14:17 Uhr

Blitzer-Marathon ertappt fünf Spitzenreiter beim Haidweiher

Blitzermarathons sind nichts Neues mehr. Trotz Ankündigung waren auch diesmal einige Fahrer am Haidweiher zu schnell unterwegs. Mit Abzocke hat die Aktion nichts zu tun, wie Polizeisprecher Klaus Brunner erklärt.

Auch am Haidweiher hat die Amberger Polizei beim Blitzermarathon einige Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die zu schnell unterwegs waren. Bild: e
Auch am Haidweiher hat die Amberger Polizei beim Blitzermarathon einige Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die zu schnell unterwegs waren.

Bereits im Voraus hatte die Polizei darauf hingewiesen, dass zwischen Mittwoch und Donnerstag ein sogenannter Blitzermarathon stattfinden soll. Ohne Arbeit waren die Beamten in diesem Zeitraum zwar nicht, aber es scheint, als hätten die Warnungen Früchte getragen. Das soll auch so sein, wie Polizei-Pressesprecher Klaus Brunner sagt. "Die bayernweite und unsere Aktion hier sollen präventiven Charakter haben." Eine der rund 2200 Kontrollstellen in ganz Bayern lag gegenüber des Haidweihers an der B 85. Die Beamten hatten sich dort mit einer Messstelle positioniert. Gemessen, angehalten und protokolliert haben sie zwischen 8.30 und 10.30 Uhr stadtauswärts. Die Stelle verleitet geradezu zu überhöhten Geschwindigkeiten. In der Senke zwischen Penkhof und der Schweppermannkaserne ist die Geschwindigkeit auf 70 begrenzt. Brunner erklärt: "Nach wie vor ist überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache.“

Einige Male hieß es trotz Vorwarnung „Bitte Ihre Fahrzeugpapiere“. Dass sie zu schnell unterwegs waren, konnten die Fahrzeugführer nicht leugnen. Polizeihauptkommissar Thomas Schäfer ist Spezialist für Verkehrsüberwachung. Im Einsatz hatte er ein geeichtes Laser-Handgerät, das ganz exakt zwischen einer Entfernung von 30 bis 1000 Meter auf den Meter, den Km/h und den Bruchteil einer Sekunde genau misst. Diese Daten sind sogar gerichtsverwertbar.

Wer nun behaupten will, das Ganze sei doch nur eine Abzocke, dem entgegnet Polizeisprecher Brunner, dass die Aktion in erster Linie einen erzieherischen Charakter habe. Die Tatsache, dass das Messgerät erst bei einer Geschwindigkeit von 86 Stundenkilometern auslöste, spricht seiner Ansicht nach dafür. Innerhalb der zwei Stunden Messzeit gab es den Beamten zufolge fünf "Spitzenreiter". Die Fahrer waren in der Zone 70 mit einer Geschwindigkeit von 92 bis 96 Stundenkilometern unterwegs, wobei der Toleranzbereich in diesen Fällen schon abgezogen wurde. Den schnellsten Fahrer an diesem Tag erwartet nun ein Punkt und ein Bußgeld von 100 Euro. Verbunden ist das Ganze laut Brunner "mit einer Bearbeitungsgebühr oder Auslagen in der Höhe von 28,30 Euro“.

Aktualisiert
Oberpfalz23.03.2022

„Die bayernweite und unsere Aktion hier sollen präventiven Charakter haben."

Klaus Brunner, Pressesprecher der Amberger Polizei

 
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