26.12.2018 - 14:56 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Hape Kerkelings Kindheit: Komik und Tragödie nah beieinander

Aus Hans-Peter wird einmal einer der bekanntesten deutschen Komiker – Hape Kerkeling. In "Der Junge muss an die frische Luft" wird die Geschichte seiner Kindheit erzählt. Die Buchvorlage war wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste.

Julius Weckauf spielt in "Der Junge muss an die frische Luft" den Hans-Peter.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Der Junge muss an die frische Luft": Der pummelige Hans-Peter wächst in den 1960ern im Ruhrgebiet auf. Er genießt eine unbeschwerte Kindheit. In der Familie wird viel gelacht und gescherzt, gespielt und geherzt. Großtante Lore steht fast täglich vor der Tür, um das Kind im Kinderwagen auszufahren. Ihr Spruch "Der Junge muss an die frische Luft" wird in der Familie zum geflügelten Wort. Dann die tragische Wende: Die Mutter erkrankt und stirbt. Hans-Peter ist da gerade acht Jahre alt, als seine alte Welt zusammenbricht. Aus Hans-Peter wird später Hape, Nachname Kerkeling, gefeierter Unterhaltungskünstler mit reichlich Tiefgang. 2014 erscheint seine Autobiografie. Oscar-Preisträgerin Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika") hat den Bestseller jetzt verfilmt.

(Regie: Caroline Link - Mit Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring und Hedi Kriegeskotte - 95 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Der Junge muss an die frische Luft"

"Der kleine Drache Kokosnuss 2": Der 1965 in Hannover geborene Ingo Siegner hat mit dem kleinen Drachen Kokosnuss einen Welthit ins Leben gerufen. Die Kinderbücher des Autors und Illustrators rund um einen orangefarbenen Feuerspucker sollen sich bereits über fünf Millionen Mal verkauft haben. Auch im Kino hat sich Kokosnuss schon bemerkbar gemacht, sein erstes Abenteuer durfte er dort 2014 absolvieren. Nun kommt ein neuer Animationsfilm in die Lichtspielhäuser: In "Auf in den Dschungel!" begeben sich Kokosnuss und seine Freunde mit einem Dampfer auf eine Reise. Auf dem Weg zum Ferienlager jedoch geht manches schief; und es

sind keineswegs nur die Wasserdrachen, die es Kokosnuss, Matilda, Oskar und den anderen schwer machen.

(Regie: Anthony Power - 80 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Der kleine Drache Kokosnuss"

"Mary Shelley": Im Jahr 1814 verliebt sich die 16-jährige Mary (Elle Fanning, "Die dunkle Fee") in den einige Jahre älteren, verheirateten Dichter Percy Shelley (Douglas Booth). Die literarisch ambitionierte Mary, Tochter einer Frauenrechtlerin und eines Philosophen, brennt mit dem rebellischen Shelley durch. Im total verregneten Sommer 1816 verbringt das Paar einige Wochen zusammen mit dem Dichter Lord Byron in einer Villa am Genfer See. Bei einem Schreibwettbewerb konzipiert Mary, die inzwischen Shelleys Ehefrau ist, ihren Roman "Frankenstein", der zwei Jahre später anonym erscheint und die Autorin später weltberühmt macht. Die Regisseurin Haifaa Al Mansour ("Das Mädchen Wadjda") erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die ihre große Liebe erlebt und trotz aller Enttäuschungen zu ihren Idealen steht.

(Regie: Haifaa Al Mansour - Mit Elle Fanning, Douglas Booth und Tom Sturridge - 120 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Mary Shelley"

"Shoplifters": In einer kleinen Zwei-Zimmerwohnung leben fünf Familienmitglieder auf engstem Raum zusammen - und dann kommt eines Tages noch ein verwahrlostes Mädchen hinzu, das hier Schutz und Geborgenheit findet. "Shoplifters - Familienbande" erzählt von Menschen am Rande der Gesellschaft, von Missbrauch und ungewöhnlichen Familienkonstellationen. Das Drama des Japaners Kore-Eda Hirokazu, wurde im Mai beim Festival in Cannes völlig zu Recht mit der Goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet.

(Regie: Kore-eda Hirokazu - Mit Rirî Furankî, Sakura Ando und Mayu Matsuoka - 121 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Shoplifters"

"Drei Gesichter": Eigentlich darf der Iraner Jafar Panahi keine Filme drehen. Doch trotz des Berufsverbots gelingt es dem Regisseur seit Jahren, immer wieder neue Werke zu schaffen. Nun folgt sein nächster Film: "Drei Gesichter". Darin geht es um drei Schauspielerinnen verschiedener Generationen, die im Iran um Gleichberechtigung und Anerkennung kämpfen - und um ihre eigenen Wünsche als Frauen. Das Werk weist klare Überschneidungen zur Realität auf, so spielen sich etwa Panahi und die Frauen selbst.

(Regie: Jafar Panahi - Mit Behnaz Jafari, Jafar Panahi und Marziyeh Rezaei - 100 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Drei Gesichter"

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