17.01.2019 - 13:31 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Kein Geld für "untergetauchte" Asylbewerber

Mit dem Artikel über "wohnsitzlose" Asylbewerber kam die Frage nach den Leistungen für diese auf. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten

Flüchtlinge, die sich verdunkeln, bekommen kein Geld.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

"Untergetauchte" Asylbewerber und Flüchtlinge erhalten keine Leistungen von den Behörden. Nach dem Beitrag über Asylbewerber ohne Wohnsitz vom Mittwoch ist diese Frage aufgetaucht, die Sprecherin des Landratsamts Neustadt/WN, Claudia Prößl, beantwortet sie eindeutig. Laut Prößl gibt es zwei Möglichkeiten: "Barzahler", die einmal im Monat ihr Geld im Amt abholen. "Hier kann man klar sagen, dass sie keine Leistungen bekommen, wenn sie nicht in ihrer Unterkunft leben."

Die "Überweiser" bekommen ihr Geld monatlich aufs Konto. Im selben Rhythmus werde auch die Anwesenheit geprüft. "Entsteht der Verdacht, dass jemand untergetaucht ist, stellen wir die Leistungszahlung ein und bitten um eine persönliche Vorsprache", sagt Prößl. Auch wenn die Ausländerbehörde oder anderen Stellen ein Untertauchen mitteilen, werde jede Zahlung sofort eingestellt. Wichtig sei, dass der Amberger Fall in diesem Zusammenhang ungewöhnlich ist, da Afghanen erfahrungsgemäß sehr selten ihre Unterkünfte dauerhaft verlassen. Meist gibt es solche Probleme bei Menschen vom Westbalkan oder aus den Staaten der früheren Sowjetunion.

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