28.11.2018 - 10:49 Uhr
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Kino-Neustarts mit grünem Griesgram

Gar nicht besinnlich: "Der Grinch" verbreitet nun als animierte Version schlechte Laune. Zudem startet der neue Film von Skandal-Regisseur Lars von Trier. Immerhin adaptiert die Augsburger Puppenkiste Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte".

Der Grinch ist griesgrämig zur Weihnachtszeit. Nun auch in animierter Fassung.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Der Grinch": Er ist grün, griesgrämig und ein leidenschaftlicher Weihnachtshasser: Mit "Der Grinch" kommt der animierte haarige Miesepeter aus dem Kinderbuchklassiker "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" von Dr. Seuss neu auf die Leinwand. Zusammen mit seinem Hund Max will er den Bewohnern des Dörfchens Whoville den Weihnachtsspaß verderben. Komiker Otto Waalkes leiht dem Griesgram in der deutschen Synchronisation seine Stimme. Regie führen die Animationskünstler Scott Mosier und Yarrow Cheney ("Pets") für das Studio Illumination, das Trickfilmhits wie "Ich - Einfach

unverbesserlich", "Minions" und "Sing" produzierte.

(Regie: Scott Mosier und Yarrow Cheney - Mit der Stimme von Otto Waalkes - 90 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Der Grinch"

"The house that Jack built": Matt Dillon spielt in dem neuen Film von Lars von Trier einen Serienmörder: Als erste muss Uma Thurman dran glauben, dann bringt der Killer Jack immer mehr Menschen um. "The house that Jack built" beobachtet ihn dabei über mehrere Jahre; Bruno Ganz ist in einer Nebenrolle zu sehen. Bei der Weltpremiere beim Filmfestival Cannes sorgte das Werk im Mai für Furore, weil zahlreiche Zuschauer bei besonders blutigen Szenen den Saal verließen. Der dänische Regisseur Lars von Trier verbindet seine Geschichte aber wie gewohnt auch mit philosophischen und moralischen Fragen.

(Regie: Lars von Trier - Mit Matt Dillon, Bruno Ganz und Riley Keough - 150 Minuten - frei ab 18 Jahren) (dpa)

Trailer "The house that Jack built"

"Das krumme Haus: Ein toter Wirtschaftsmagnat, ein riesiges Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert und viele verdächtige Familienangehörige - das sind die Zutaten für den Agatha-Christie-Krimi "Das krumme Haus". Nach dem Tod von Aristide Leonides engagiert dessen Enkelin Sophia den Privatdetektiv Charles Hayward. Sophia ist überzeugt, dass jemand aus der Familie ihren Großvater getötet hat. Hayward übernimmt den Fall nur widerwillig, denn vor Jahren waren Stefanie und er ein Paar. In Nebenrollen sind Glenn Close ("Gefährliche Liebschaften") und Gillian Anderson ("Akte X") zu sehen. Regie führte Gilles Paquet-Brenner ("Dark Places: Gefährliche Erinnerung").

(Regie: Gilles Paquet-Brenner - Mit Max Irons, Stefanie Martini, Glenn Close, Gillian Anderson - 116 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Das krumme Haus"

"Peppermint": Eine Kugel Pfefferminz-Eis. Das ist das letzte, was von ihrer Tochter auf der Straße zurückbleibt. Denn nachdem das Mädchen ihr Eis auf einem Jahrmarkt in Los Angeles bestellt hat, wird es erschossen - zusammen mit dem Vater; von einem vorbeifahrenden Auto. Mitansehen muss das Riley North, die Mutter, die schwer verletzt überlebt. Fünf Jahre später aber hängen dann die Leichen der Schützen an einem Riesenrad auf genau diesem Jahrmarkt. Und auch der Richter, der die Täter damals hat laufen lassen, stirbt. In "Peppermint - Angel of Vengeane" spielt Jennifer Garner eine Frau, die von der liebenden Mutter zum Racheengel wird. Regisseur Pierre Morel hat mit Filmen wie "96 Hours" reichlich Action-Erfahrung.

(Regie: Pierrel Morel - Mit Jennifer Garner, John Ortiz und Juan Pablo Raba - 96 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Peppermint"

"Geister der Weihnacht": "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens zählt zu den Klassikern in der Adventszeit. Nun gibt es die berühmte Erzählung aus dem Jahr 1843 als Marionettenspiel der Augsburger Puppenkiste. Zum 70-jährigen Bestehen bringt das Traditionstheater die "Geister der Weihnacht" ins Kino. Mit eigens geschnitzten Puppen erzählt das Team rund um Theaterleiter Klaus Marschall von dem hartherzigen Mr. Scrooge, gesprochen von Thomas Rauscher. In der Weihnachtsnacht erhält er Besuch von drei Geistern. Sie nehmen ihn mit auf einen Reise in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Bilder, die den hartgesottenen Geschäftsmann zum Nachdenken bringen. Für seinen Weihnachtsfilm hat die Puppenkiste prominente Sprecher geholt: Die Schauspielerin Martina Gedeck ist als Geist der Vergangenheit zu hören, ihr Kollege Martin Gruber spricht den toten Marley, früher Geschäftspartner von Scrooge.

(Regie: Julian Köberer und Judith Gardner - Mit den Stimmen von Martina Gedeck, Martin Gruber und Thomas Rauscher - 64 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Geister der Weihnacht"

"Sandstern": Anfang der 1980er Jahre kommt der zwölfjährige türkische Junge Oktay (Roland Kagan Sommer) nach Deutschland. Bislang hatte er bei seiner Großmutter in der Türkei gelebt, jetzt muss er sich mit der fremden Umgebung arrangieren und seinen zerstrittenen Eltern. Oktays Mutter Fatma dealt mit Drogen und betrügt ihren Ehemann Sabri (Hilmi Sözer). Ein wenig Geborgenheit findet der Heranwachsende bei der allein lebenden Nachbarin Anna (Katharina Thalbach). Dann eskaliert die Lage, und Oktay muss Verantwortung übernehmen. Regisseur Yilmaz Arslan hat mit "Sandstern" eine starke Coming-Of-Age-Geschichte mit Traumsequenzen inszeniert. Es werden keine Gastarbeiter-Klischees bedient, der Film verlässt sich ganz auf die Ausstrahlung des überzeugenden Hauptdarstellers.

(Regie: Yilmaz Arslan - Mit Roland Kagan Sommer, Katharina Thalbach und Hilmi Sözer - 88 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Sandstern"

"Die unglaubliche Reise des Fakirs": Aja ist ein junger Mann aus Mumbai, der mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen lebt. Mit Zaubertricks und von Touristen gestohlenen Geldbörsen schlägt er sich durch. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, nach dem Tod der Mutter findet Aja Liebesbriefe eines Franzosen aus Paris. Der junge Inder macht sich auf die Suche: Eine turbulente und nicht immer freiwillige Reise nach Europa und Nordafrika beginnt. "Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte" zeigt viele bunte und prachtvolle Bilder, die manches Mal an Bollywood erinnern.

(Regie: Ken Scott - Mit Dhanush, Bérénice Bejo, Erin Moriarty und Gérard Jugnot - 100 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Die unglaubliche Reise des Fakirs"

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