07.11.2018 - 14:00 Uhr
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Ryan Goslings "Aufbruch zum Mond"

Ryan Gosling schlüpft im neuen Film von Damien Chazelle ("La La Land") in die Rolle von Neil Armstrong. "Aufbruch zum Mond" ist laut Kritikern ein gelungenes Werk. Alle Kinoneustarts im Überblick.

Ryan Gosling als Neil Armstrong in einer Szene des Films "Aufbruch zum Mond".
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Aufbruch zum Mond": Schon mit "La La Land" feierten Regisseur Damien Chazelle und Schauspieler Ryan Gosling große Erfolge. Nun arbeiteten sie wieder zusammen: In "Aufbruch zum Mond" spielt Gosling den Weltraumpionier Neil Armstrong, der im Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat. Der Film erzählt von den immensen Anstrengungen von Armstrong und all den Wissenschaftlern, die dies überhaupt ermöglichten. Im Mittelpunkt aber steht Armstrong selbst. Wie er seine kleine Tochter verlor, sich in die Arbeit stürzte und welche Folgen das riskante Weltraumprogramm für seine Ehe hatte. "Aufbruch zum Mond" wird so zu einer faszinierenden Verneigung vor der Leistung aller Beteiligten.

(Regie: Damien Chazelle - Mit Ryan Gosling, Claire Foy und Pablo Schreiber - 142 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Aufbruch zum Mond"

"Nur ein kleiner Gefallen": Der Film basiert auf der Geschichte des gleichnamigen Debütromans von Darcey Bell (2017). Und erzählt die Geschichte der beiden Freundinnen Stephanie Smothers (Anna Kendrick) und Emily Nelson (Blake Lively). Während die beiden Söhne miteinander spielen, entlocken sich die Mütter mit extra starken Martinis ihre dunkelsten Geheimnisse. Doch eines Tages kann Emily ihren Sohn Nicky nicht rechtzeitig von der Schule abholen. Stephanie übernimmt. Das Problem: Ihre Freundin verschwindet spurlos und holt ihren Sohn nie ab. Als Emilys Leiche kurze Zeit später in einem See gefunden wird, bleiben viele Fragen offen. Wer war diese Frau, die selbst für ihren Mann Sean Townsend (Henry Golding) immer ein großes Rätsel blieb?

(Regie: Paul Feig - Mit Anna Kendrick, Blake Lively und Henry Golding - 118 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Nur ein kleiner Gefallen"

"Operation: Overlord": Juni 1944: In der Nacht vor dem D-Day soll eine Gruppe US-Fallschirmjäger hinter feindlichen Linien einen Kirchturm in die Luft sprengen. Außer einer kriegswichtigen Funkanlage und einer Übermacht von Nazi-Soldaten finden sie dort ein Labor, in dem ein deutscher Arzt Dorfbewohner in übermenschlich starke Untote verwandelt. Zwei Drittel Soldatenfilm, ein Drittel Monstergrusel - Filmproduzent J.J. Abrams und Regisseur Julius Avery fügen dem Untergenre des Nazihorrors einen bildstarken und atmosphärischen Vertreter nicht ohne Tiefgang hinzu.

(Regie: Julius Avery - Mit Jovan Adepo, Wyatt Russell, Pilou Asbæk und Mathilde Ollivier - 110 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Operation: Overlord"

"Rememory": Alle Erinnerungen digitalisiert und jederzeit abrufbereit? Was würde das mit einem Menschen machen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Kinofilm "Rememory" und zeigt, was in der Vergangenheit alles steckt. Tüftler Gordon Dunn enthüllt seine Erfindung, die Erinnerungen digitalisieren kann. Wenig später ist er tot. War es Mord? Das versucht ein Unbekannter (Peter Dinklage) herauszufinden, der zunächst mehr Interesse an der Erfindung als an der Aufklärung hat.

(Regie: Mark Palansky - Mit Peter Dinklage, Martin Donovan, Julia Ormond und Anton Yelchin - 112 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Remomory"

"In my room": Ein allein stehender Mann fährt nach Hause, um bei seiner sterbenden Großmutter zu sein. Auf einmal aber ist alles anders: Die Menschen sind verschwunden, Armin (gespielt von Hans Löw) ist scheinbar der einzige Überlebende, der durch menschenleere Straßen zieht. Der deutsche Regisseur Ulrich Köhler ("Schlafkrankheit") erzählt in seinem Film "In my room" auf sehr realistische Weise vom Leben des Mannes, zunehmend kommen aber auch traumähnliche Sequenzen hinzu.

(Regie: Ulrich Köhler - Mit Hans Löw, Elena Radonicich und Michael Wittenborn - 120 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "In my room"

"Leto": "Ein sowjetischer Rockmusiker muss das Gute im Menschen suchen», beschreibt in den 80er Jahren die Leiterin des Leningrader Rockclubs den gesellschaftlichen Auftrag in der Sowjetunion. In der Underground-Szene der Stadt schert man sich wenig darum. Es geht um etwas ganz anderes - um Wahrhaftigkeit und Freiheit in einer Zeit der Unterdrückung. Musik kann die Welt verändern. In "Leto" fängt der russische Star-Regisseur Kirill Serebrennikow mit poetischen Schwarz-Weiß-Bildern das Lebensgefühl einer aufbegehrenden Generation mit viel Punk- und Rock-Musik ein. Seit mehr als einem Jahr steht Serebrennikow wegen angeblicher Unterschlagung unter Hausarrest. Die Vorwürfe weist der Leiter des renommierten Gogol-Zentrums, dem ein langer Prozess droht, weit von sich.

(Regie: Kirill Serebrennikow - Mit Roma Zver, Irina Starshenbaum und Teo Yoo - 128 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Leto"

"Elliot - Das kleinste Rentier": Langsam geht sie los, die Weihnachtskino-Saison. Bereits jetzt startet einer der ersten Filme mit festlicher Atmosphäre: Das animierte Kinderabenteuer aus Kanada erzählt von einem ziemlich kleinen Pferd mit einem ziemlich großen Traum: Elliot möchte unbedingt einmal in seinem Leben dem Weihnachtsmann zu Diensten sein und dessen Weihnachtsschlitten mitziehen. Kurz vor dem großen Fest im Dezember scheint der Traum plötzlich ein Stück weit näher gerückt, als Elliot erfährt, dass sich eines der Rentiere in den Ruhestand verabschieden möchte. Nur drei Tage bleiben Elliot, um sich mit seiner neuen Rolle vertraut zu machen. Mit seiner besten Freundin, einer Ziege, macht er sich auf gen Nordpol.

(Regie: Jennifer Westcott - 89 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "Elliot - Das kleinste Rentier"

"#Female Pleasure": "Frauen werden benutzt", so heißt es an einer Stelle in diesem Film, "um Männerfantasien zu erfüllen". Die Dokumentation der Schweizer Regisseurin Barbara Miller begleitet fünf junge Frauen aus fünf verschiedenen Kulturen, die sich gegen die Unterdrückung der weiblichen Sexualität wehren. Die knapp 100 Minuten währende Doku stellt den Kampf der Protagonistinnen für eine selbstbestimmte Sexualität in den Mittelpunkt. Es geht um patriarchale Strukturen, um Aufklärung, um eine global vorherrschende Sexkultur, um ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter. Seine Weltpremiere feierte der Film im zurückliegenden August beim internationalen Film- Festival von Locarno.

(Regie: Barbara Miller - 97 Minuten - FSK noch nicht vergeben) (dpa)

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