12.12.2018 - 14:25 Uhr
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Spider-Man trifft auf Spider-Man und noch weitere Spider-Men

Mehr als ein halbes Dutzend Spider-Men in einem Film? Gibt's! In einem neuen Animationsfilm tritt der Superheld gleich mehrfach auf. Alle Kinostarts im Überblick.

Zwei Spidermen? Wie kann das sein? Möglich machen's die vielen Paralleluniversen, weshalb der Held im Spinnenkostüm im Film "Spider-Man: A new Universe" noch öfter als zweimal vertreten ist.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Spider-Man: A New Universe": Spider-Man gehört zu den größten Helden des Marvel-Universums. Der Spinnenmann mit dem rot-blauen Outfit wurde in den 1960er Jahren von den legendären Comicschöpfern Stan Lee und Steve Ditko erfunden und feierte seitdem auch große Erfolge im Fernsehen und Kino. Nun kommt mit "Spider-Man: A New Universe" ein Animationsfilm mit dem gelenkigen Superhelden in die Kinos, der bewusst jüngere Zuschauer ansprechen soll. Wie bei den Comics ist es in diesem Werk ein Jugendlicher, der nach einem Spinnenbiss plötzlich übernatürliche Fähigkeiten hat. Der heißt hier Miles Morales und mutiert vom gewöhnlichen Teenager zum Helden. Den aus den Vorlagen bekannten Peter Parker gibt es aber ebenfalls: Er wird laut Produktionsangaben zum widerwilligen Mentor von Miles Morales.

(Regie: Bob Persichetti und Peter Ramsey - 117 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Spider-Man: A New Universe"

"Mortal Engines": Mit den Trilogien zu "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" feierte Peter Jackson als Regisseur selbst enorme Erfolge. Für "Mortal Engines: Krieg der Städte" schrieb er nun das Drehbuch mit und engagierte sich auch als einer der Produzenten - die Regie überließ er aber Christian Rivers, der hiermit sein Spielfilmdebüt vorlegt. "Mortal Engines" spielt in einer düsteren Zukunft, als die Erde schon seit langer Zeit verwüstet ist. Die überlebenden Menschen haben sich der neuen Umgebung längst angepasst - es gibt gigantische Metropolen auf Rädern, die die kleineren Städte gnadenlos verschlingen. Dann treffen zwei höchst gegensätzliche Menschen aufeinander, die eine überraschende Allianz schmieden.

(Regie: Christian Rivers - Mit Hera Hilmar, Robert Sheehan und Hugo Weaving - 128 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Mortal Engines"

"Gegen den Strom": Harmoniebedächtige Musiklehrerin und zugleich militante Umweltaktivistin: Die 50-jährige Halla dirigiert mit seligem Lächeln ihren Chor und fährt danach in die isländische Einöde, um Strommasten abzusägen. Ihr heimlicher Kampf gegen die Aluminiumindustrie auf der Atlantikinsel wird für die Einzelgängerin zum lebensgefährlichen Einsatz. Bald wird die "Bergfrau", wie sie sich in Bekennerschreiben nennt, von der Staatsmacht gnadenlos gejagt. Genau in diesem Moment erreicht Halla die Nachricht, dass sie ein kleines Mädchen aus der Ukraine adoptieren kann. Regisseur Benedikt Erlingsson ("Von Menschen und Pferden") hat eine überzeugende Tragikomödie über eine Frau inszeniert, die für ihre Ideale fast alles riskiert. Im November wurde "Gegen den Strom" (Originaltitel: "Woman at War") mit dem Lux-Filmpreis des EU-Parlaments ausgezeichnet.

(Regie: Benedikt Erlingsson - Mit Halldóra Geirharðsdóttir, Johann Sigurdarson und Davíð Þór Jónsson - 101 Minuten - frei ab 6 Jahren)

Trailer "Gegen den Strom"

"Die Erscheinung": Der 18-jährigen Anna soll die Jungfrau Maria erschienen sein. In Scharen pilgern die Gläubigen in ein Dorf im Südosten Frankreichs, der Handel mit Devotionalien läuft bereits auf Hochtouren. Und der Vatikan schaltet sich ein: Der renommierte Journalist Jacques Mayano (Vincent Lindon) soll die Sache untersuchen. Handelt es sich möglicherweise um eine echte Marien-Escheinung? Je tiefer Jacques in das Leben Annas eintaucht, umso größer wird seine Sympathie für die junge Frau, die fest im Glauben verankert ist. Und doch scheint sie ein Geheimnis zu haben, dem Jacques nach und nach auf die Spur kommt. In Xavier Giannolis Drama "Die Erscheinung" hält die Welt des Übernatürlichen Einzug in die sichtbare Realität. Viele - existenzielle - Fragen werden dabei aufgeworfen und manch überraschende Wendung sorgt in dem clever konstruierten Film für steigende Spannung.

(Regie: Xavier Giannoli - Mit Vincent Lindon, Galatéa Bellugi, Anatole Taubman und Patrick d'Assumçao - 137 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Die Erscheinung"

"Postcards from London": Jim hat sich jüngst von seiner Heimat losgesagt. Zu einengend war es dort, zu groß sein Hunger auf Abenteuer und geistige Herausforderungen. In seiner ersten Nacht in der britischen Metropole London schläft er aber auf der Straße und wird ausgeraubt. Dann nehmen sich "The Raconteurs", eine Gruppe von Männer-Escorts, Jim an und weihen ihn in die Kunst der Konversation vor und nach dem Sex ein. Es geht vor allem um barocke Malerei, um alte Meister und die Deutung ihrer Werke. Das ist es, was die Kunden mögen. Und sie mögen Jim. Doch der leidet an einer seltenen, psychosomatischen Störung, die ihn regelmäßig bei der Betrachtung großer Kunst in Ohnmacht fallen lässt. "Postcards from London" ist der zweite Spielfilm des britischen Autors und Regisseurs Steve McLean.

(Regie: Steve McLean - Mit Harris Dickinson, Jonah Hauer-King und Alessandro Cinadamore - 90 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Postcards from London"

"RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit": Auf dem Plakat zu dieser Doku aus den Vereinigten Staaten kann man die Worte "Ikone", "Heldin", "Freigeist" lesen. Gemeint ist Ruth Bader Ginsburg, die 1993 als zweite Frau an den Obersten Gerichtshof der USA berufen wurde, den sogenannten Supreme Court in Washington, D.C.. Benannt wurde sie auf Lebenszeit, noch immer ist die heute 85-jährige, einst von Bill Clinton nominierte Juristin, am Supreme Court. Ihre Karriere begann RBG als eine von nur neun Studentinnen an der Harvard Law School. In den 70ern sorgte Ginsburg für relevante Gerichtsurteile zur Gleichstellung der Geschlechter. Betsy West und Julie Cohen, verantwortlich für die Regie, verbeugen sich mit der Doku vor Ginsburg.

(Regie: Betsy West und Julie Cohen - 98 Minuten - ohne Altersbeschränkung) (dpa)

Trailer "RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit"

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