08.12.2021 - 18:55 Uhr
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2G im Einzelhandel: Das sind die Ausnahmen

Ab Mittwoch gilt in Bayern die 2G-Regel im Handel. Ausnahmen gelten für Einkäufe des „täglichen Bedarf“. Eine Liste mit Ausnahmen von 2G.

Ab Mittwoch (8. Dezember) gilt in Bayerns Ladengeschäften mit Kundenverkehr 2G.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Ab Mittwoch (8. Dezember) gilt in Bayerns Ladengeschäften mit Kundenverkehr 2G. Nur Geimpfte und Genesene haben dann noch Zutritt. Ausgenommen sind Läden, die den täglichen Bedarf decken. Das Bayerische Innenministerium informiert auf seiner Serviceseite über die Ausnahmen. Zum täglichen Bedarf gehören insbesondere:

  • Lebensmittelhandel einschließlich Direktvermarktung
  • Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte
  • Schuhgeschäfte
  • Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker
  • Tankstellen, der Verkauf von Presseartikeln und Tabakwaren
  • Filialen des Brief- und Versandhandels
  • Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte
  • Baumärkte, Gartenmärkte
  • Verkauf von Weihnachtsbäumen
  • Großhandel
  • Bekleidungsgeschäfte (laut Entscheidung Bayerischer Verwaltungsgerichtshof am Mittwoch, 29.12. 2021)

Für Beschäftigte aller Ladengeschäfte mit Kundenverkehr für Handelsangebote gilt 3G, wenn an der Arbeitsstätte physische Kontakte von Arbeitgebern und Beschäftigten untereinander oder zu Dritten nicht ausgeschlossen werden können.

Geschäfte, die sowohl Produkte des täglichen Bedarfs als auch Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, verkaufen, können unter einer Bedingung ohne 2G-Erfordernis öffnen. Voraussetzung ist, dass die nicht zum täglichen Bedarf gehörenden Produkte im Warensortiment eine "ganz untergeordnete Bedeutung" haben.

Sollte das nicht der Fall sein, müssen sich die Betreiber entscheiden. Sie können auf Produkte des nicht täglichen Bedarfs verzichten, unter generellen 2G-Regeln öffnen oder die Produkte des täglichen Bedarfs von den weiteren Produkten räumlich trennen. In den jeweiligen Bereichen gelten dann die jeweiligen Regeln für täglichen oder nicht täglichen Bedarf. Eine Mischung der Kunden, etwa im Kassenbereich, darf nicht erfolgen.

In Bayerns Kitas werden drei Tests pro Woche verlangt

Bayern
Info:

Für Betriebe des Groß- und Einzelhandels, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe mit Kundenverkehr gilt:

  • Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden
  • Ein Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche
  • 1 Kunde je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche bei regionalem Hotspot-Lockdown
Info:

Unbedingt das Datum beachten

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die Coronalage ändert sich ständig, die Regeln können sich kurzfristig ändern. Bitte beachten sie deswegen die jeweiligen Erscheinungstermine der Artikel

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Kommentare

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Martin Pfeifer

Es ist schon interessant, was mittlerweile alles täglicher Bedarf ist. Bau- und Gartenmärkte waren ebenso wie Blumen- und Schuhgeschäfte im ersten Lockdown und im Lockdown während der zweiten und dritten Welle ab Mitte Dezember 2020 kein täglicher Bedarf. Ich gönne den betroffenen Unternehmen den Umsatz, aber ist das im Sinne des Infektionsschutz wirklich konsequent. Die Inzidenzien des letzten Dezember sind heute Traumwerte. Die Impfquote dümpelt bei etwa über 65% vor sich hin. Keine Besserung in Sicht. Ich vermute, die Maßnahmen reichen nur aus, um die viel zu hohe Inzidenz zu halten. Damit stagniert dann auch die Belegung der Intensivbetten auf viel zu hohem Niveau. Sie steigt vermutlich eher wieder an, wenn nicht durch konstante Abverlegungen nach Norddeutschland wieder Platz für neue Patienten geschaffen wird. Irgendwann ist in ganz Deutschland das letzte Intensivbett belegt.

Die Maßnahmen wurde als Lockdown für Ungeimpfte verkauft. Ein Lockdown für Ungeimpfte sieht anders aus, zumindest wenn man die Kontaktbeschränkungen von heute mit jenen von vor fast 1 Jahren oder aus der Zeit der ersten Welle vergleicht. Zunächst war es ein Haushalt plus niemand anders, dann 1 Haushalt plus eine weitere Person und jetzt (bei Anwesenheit von Ungeimpften, also vergleichbar mit der Situation vor einem Jahr, als ja noch niemand geimpft war) immer schon 2 ungeimpfte Personen plus ein weiterer Haushalt.

Die Staatsregierung hat wohl mehr Angst vor weiteren Gegener der Impfgegner, Querdenker und Corona-Leugner als vor dem Virus selber.

07.12.2021