17.11.2021 - 10:55 Uhr
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2G-Status für Geimpfte muss zeitlich befristet werden

So wie der Genesenen-Status nach sechs Monaten endet, müsste auch der 2G-Status für Geimpfte zeitlich befristet werden. Nur so lässt sich 2G auf Dauer gegenüber Ungeimpften rechtfertigen - ein Kommentar von Jürgen Umlauft.

Die Politik in Bayern setzt zunehmend auf 2G.
von Jürgen UmlauftProfil
Kommentar

Um einen neuerlichen Lockdown für alle zu vermeiden, setzt die Politik zunehmend auf 2G. Diese "Art Lockdown für Ungeimpfte", wie es Markus Söder nennt, liegt in der Logik der Pandemiebekämpfung, hat aktuell aber einen schweren Webfehler: Die Impfdurchbrüche. Weil also auch manche Geimpfte infiziert sind, stellt sich die Frage, ob 2G in der jetzigen Form zielführend und vor allem gerecht ist.

Nun machen geimpfte Infizierte meist keinen schweren Verlauf durch und geben das Virus auch nicht in dem Maße weiter wie Ungeimpfte. Trotzdem besteht zur Rechtfertigung von 2G Handlungsbedarf. So wie der Genesenen-Status nach sechs Monaten endet, weil die Schutzwirkung einer durchgemachten Infektion nachlässt, müsste auch der 2G-Status für Geimpfte zeitlich befristet werden. Außer diese frischen ihren Impfschutz rechtzeitig mit einem "Booster" auf.

Nur so lässt sich 2G auf Dauer gegenüber Ungeimpften rechtfertigen. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag muss diese Problematik auf die Tagesordnung und möglichst auch geklärt werden. Ansonsten droht die Gefahr, dass der grundsätzlich sinnvolle 2G-Standard von Gerichten gekippt wird.

2G oder 2G plus in bayerischen Clubs und Diskotheken

Weiden in der Oberpfalz
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