"Mach's lieber du ..." Ob Florian Post oder Florian von Brunn, unwahrscheinlich, dass die beiden als Bannerträger taugen, um die U-10-Partei zum letzten Gefecht zu führen!
Selbst wenn: Es ist eine Illusion zu glauben, ein Messias könne Wunder wirken. Ob Hans Jochen Vogel (1974: 30,2 Prozent) oder Christian Ude (2013: 20,6 Prozent): Trotz Erdrutschsiegen in München reichte es auch für sie nur zum Achtungserfolg. Wahrscheinlich hätte nicht einmal Franz Josef Strauß die bayerische SPD zur Mehrheit führen können: Gegen den Strom ist der Einzelne machtlos.
Ein ganzes Faktorenbündel zieht die Genossen in die Tiefe: Dazu gehört das Fehlen einer überzeugenden Linie und überzeugender Persönlichkeiten auf Bundesebene, die AfD-fixierte Verengung der Politik auf das Flüchtlingsthema, die Polarisierung der Gesellschaft und die Hysterie in den sozialen Medien - mit ihren leisen Tönen drang da Kohnen wenig durch.
Dabei sind die Konzepte der Biologin plausibel: Sie setzte auf die Sorgen der kleinen Leute. Ihr Problem: Auch diese hörten eher auf schrille Töne - und wenn nicht, misstrauten sie der SPD nach den Erfahrungen mit Zockertypen wie Gerhard Schröder. Deshalb sind Dieter Reiter und Ulrich Maly clever genug, sich in dieser aussichtslosen Gemengelage nicht auch noch verheizen zu lassen.













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