Bayern
27.05.2021 - 15:04 Uhr

Familienvater lässt schwangere Frau nachts auf Rastplatz zurück

Ein junger Familienvater geht nachts auf einem Autobahnrastplatz in Mittelfranken auf die Toilette, fährt weiter und bemerkt nach 50 Kilometern, dass er etwas vergessen hat: seine schwangere Lebensgefährtin.

Der Verkehrspolizei Erlangen ist am frühen Sonntagmorgen auf der A 3 eine Familienzusammenführung gelungen. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Der Verkehrspolizei Erlangen ist am frühen Sonntagmorgen auf der A 3 eine Familienzusammenführung gelungen.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags hat eine schwangere Frau auf einem Parkplatz in Mittelfranken eine unliebsame Erfahrung gemacht. Sie war zusammen mit ihrem Mann – beide aus Nordrhein-Westfalen – auf der A 3 in Richtung Heimat unterwegs, als der 28-Jährige auf die Toilette musste. Er hielt laut Polizeibericht auf einem Parkplatz nahe der Ausfahrt Pommersfelden und ließ seine schwangere Lebensgefährtin samt elf Monate altem Kind auf dem Rücksitz zurück.

Kurz darauf entschied sich auch die Frau, die Toilette aufzusuchen. Als sie wieder zurückkam: kein Auto, kein Lebensgefährte. Er war, von der Toilette zurück, einfach davongefahren. Ohne Jacke oder Telefon stand sie nachts auf dem Rastplatz. Mit Hilfe eines anderen Autofahrers rief die Frau schließlich die Polizei.

Der 28-jährige Familienvater bemerkte derweil erst nach 50 Kilometern, dass etwas nicht stimmte. Jemand fehlte. Er drehte um. Die verständigte Polizeistreife kam ihm – samt schwangerer Frau – entgegen. "Auf halber Strecke gelang die Familienzusammenführung", schreibt die Verkehrspolizei Erlangen.

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