Bayern
24.01.2022 - 13:53 Uhr

Keine gute Idee: Selfie mit Joint und Bundespolizist

In seinem benebelten Zustand dachte er offenbar, er habe die Idee schlechthin für ein witziges Selfie. Dass aber ein Foto von sich mit Joint und einem Polizisten keine gute Idee ist, hat ein Bundespolizist einem Mann zu erklären versucht.

Ein Polizist hat einen Joint und ein verbotenes Einhandmesser auf dem Sitz eines Zuges sichergestellt. Bild: Bundespolizei
Ein Polizist hat einen Joint und ein verbotenes Einhandmesser auf dem Sitz eines Zuges sichergestellt.

Ein Bundespolizist war am Freitagnachmittag auf dem Rückweg von einer Dienstreise zu seiner Dienststelle am Münchner Flughafen. Das Ganze, wie es für Polizisten im Dienst üblich ist, in Uniform. Als der junge Beamte am Moosburger Bahnhof auf den Zug zum Flughafen wartete, nahm er auf einmal einen ungewöhnlich süßlichen Duft wahr.

Seiner Nase sprichwörtlich folgend, sah sich der Polizist ein wenig um und traute seinen Augen kaum. "Erblickte er doch hinter sich einen 38-Jährigen mit Joint im Mund und Handy vorm Gesicht", berichtet Polizeisprecher Christian Köglmeier. "Der Erspähte versuchte doch allen Ernstes, ein Selfie von sich mit Joint im Mund und dem Uniformierten gleich neben sich zu machen." Für den Freisinger wohl die Idee des Tages, für den Bundespolizisten der Anlass, dem Fotografen eine Ansage zu machen. Also Personalien aufgenommen und den Freisinger belehrt.

Hier könnte die Story mit einem tollen Selfie und einer Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu Ende sein. Der Freisinger jedoch schrieb die Geschichte fort. Kaum im Zug Richtung Airport machte er es sich im Abteil, wieder in unmittelbarer Nähe des Uniformierten, bequem, bevor er eine Station später, überstürzt den Zug verließ.

Der Bundespolizist, der die kurze Fahrt nutzte, um telefonisch die Daten seines Einsatzes an die Dienststelle zu übermitteln, war nun wieder hellhörig geworden. Also nahm er den Sitzplatz des Witzbolds genauer in Augenschein. Und siehe da, der 38-Jährige hatte, wohl in der Angst, er könnte am Bahnhof Freising von weiteren Beamten erwartet werden, einen weiteren Joint und ein verbotenes Einhandmesser zurückgelassen.

Der Flughafenpolizist sicherte die Fundstücke als Beweismittel und übergab den Fall nach Ankunft am Moos-Airport zuständigkeitshalber den Kollegen der dortigen bayerischen Polizeiinspektion. Christian Köglmeier: "So wird dann wohl irgendwann die bayerische Justiz dem ja eh schon polizeibekannten Freisinger die Quittung für seine ungewöhnliche Idee überreichen."

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Weiden in der Oberpfalz30.10.2021
 
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