Bayern
06.07.2022 - 14:59 Uhr

Personal fehlt: Bäcker müssen Öffnungszeiten reduzieren

Wird es ab sofort schwerer, an frische Semmeln und Croissants zu kommen? In den Bäckereien fehlt der Nachwuchs, die Arbeit ist kaum noch zu stemmen. Das hat Auswirkungen auf die Kunden.

Ein Bäcker knetet den Teig für Roggenbrote. Symbolbild: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa
Ein Bäcker knetet den Teig für Roggenbrote.

Wegen Personalmangels müssen viele Bäcker in diesem Sommer ihre Öffnungszeiten reduzieren. Auch Einschränkungen beim Angebot sind wahrscheinlich, wie Landesinnungsmeister Heinz Traublinger am Mittwoch am Rande der Münchner Handwerksmesse sagte. „Ich kenne etliche Kollegen, die tatsächlich ihre Geschäfte am Nachmittag um 14 Uhr oder um 16 Uhr zumachen, weil sie die Leute nicht mehr haben.“

Die Situation sei schwierig, sagte Traublinger. „Das wird sich jetzt im August in der Urlaubszeit nochmal verschärfen, dann werden vielleicht auch Filialschließungen kommen, zumindest in der Ferienzeit. Es werden wahrscheinlich auch Einstellungen von dem einen oder anderen Produkt kommen, weil es einfach nicht mehr zu stemmen ist.“

Der Fachkräftemangel ist ein Hauptthema der Messe, die Lebensmittelhandwerker haben schon seit Jahren große Probleme bei der Nachwuchssuche. Abgesehen vom Personalproblem drückt auch der starke Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise die Bäcker. „Es ist natürlich so, dass wir die Preise nicht weitergeben können. Der Kunde ist sensibilisiert.“

 
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