14.09.2021 - 16:30 Uhr
Deutschland & Welt

Beinahe-Zugunglück in Tschechien

Nur kurz nach dem Zugunglück vom August kam es in Tschechien fast schon wieder zu einem ähnlichen Unfall. Zwei Züge fuhren auf einem Gleis aufeinander zu.

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hatte es im August Tote und Verletzte gegeben.
von Celina Rieß Kontakt Profil

Vermutlich, weil ein Lockführer am Sonntagabend ein Signal übersehen hat, sind auf einer Bahnstrecke nahe Pilsen zwei Züge aufeinander zugefahren und kamen erst 650 Meter voneinander entfernt zum Halten. Verletzte gab es dabei nicht, berichten mehrere tschechische Medien übereinstimmend.

Eine Sprecherin der Bahnverwaltung erklärte demnach, dass zwei Züge auf demselben Gleis in gegengesetzte Richtung fuhren. Ein Bahnangestellter habe sofort reagiert und für den Stopp gesorgt. So konnte der Zusammenstoß verhindert werden. Die tschechische Feuerwehr war vor Ort. Etwa 70 Passagieren wurden mit Bussen weiter transportiert.

Eine Sprecherin der Tschechien Bahn stellte die Situation anders dar: Der Schnellzug von Pilsen nach Ceské Budějovice sei überhaupt nicht in den Bereich gelangt, in dem er den zweite Schnellzug von Brünn nach Pilsen hätte gefährden können. Laut ihrer Angaben befanden sich die beiden Züge nämlich nicht auf demselben Gleis. Die Untersuchungen zur Unfallursache laufen.

Bereits im August kam es in Tschechien zu einem Zugunglück, in den ein "Alex"-Zug verwickelt war. Drei Menschen starben und dutzende Passagiere wurden dabei verletzt. Der Schaden wird auf mehr als vier Millionen Euro geschätzt. Die Polizei und die zuständige Bahnbehörde ermitteln noch immer die Unfallursache.

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