07.04.2021 - 16:01 Uhr
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Nach Corona-Schlaf: Neue Belebung der Innenstädte

Wegen der Corona-Einschränkungen herrscht in vielen Innenstädten tote Hose. Damit das nicht dauerhaft so bleibt, fordert die SPD ein Hilfspaket für Einzelhändler und die bessere Förderung von Stadtentwicklungskonzepten.

Die Corona-Pandemie hat das Leben und den Trubel in Deutschlands Innenstädten zum Erliegen gebracht.
von Jürgen UmlauftProfil

Um ein weiteres Aussterben der Innenstädte in Bayern zu verhindern, fordert die SPD eine stärkere Unterstützung des Einzelhandels sowie ein langfristiges Konzept zur Belebung der Stadtzentren. Allein auf die Wiederöffnung der Läden nach dem Corona-Lockdown zu setzen, werde nicht ausreichen, erklärte die SPD-Wirtschaftspolitikerin Annette Karl. Zur Finanzierung will die SPD einen landesweiten "Innenstadtfonds" einrichten, der aus einer zeitlich befristeten Abgabe auf Online-Einkäufe gespeist werden soll. Aus diesem sollen laut Karl unter anderem die Sanierung von Leerständen und kulturelle Events als Anziehungspunkte gefördert werden.

SPD-Fraktionsvize Klaus Adelt drängte auf eine rasche Umsetzung. "Nach dem erzwungenen Corona-Schlaf wird es sonst ein böses Erwachen geben", sagte er. Schon jetzt würden viele Einzelhändler um ihre Existenz kämpfen. Im Herbst kämen die Hilfen zu spät. Besondere Unterstützung brauche es für Städte in den bayerischen Corona-Hotspots, wo Händler ihre Läden bestenfalls nach dem "Click&Collect"-Modell teilweise geöffnet halten könnten. Karl betonte, ohne Hilfe für die Einzelhändler und die Stadtentwicklung drohe Lebensqualität gerade in mittleren und kleineren Städten verloren zu gehen. "Innenstädte müssen einladend und lebendig sein, nicht nur eine Ansammlung von Leerständen und Ein-Euro-Läden", erklärte sie.

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Neben dem Innenstadtfonds plädierte Karl für klare Festlegungen im Landesentwicklungsprogramm, damit die Ausweisung von Gewerbeflächen für den Einzelhandel an Ortsrändern erschwert werde. Zudem müsse die Umwidmung von Leerständen in den Zentren für neue Nutzungsformen erleichtert werden. Einzelhändler sollten zudem dabei unterstützt werden, ihr Geschäftsmodell um Online-Angebote zu erweitern. Dazu schlug Karl den Aufbau einer zentralen Internet-Plattform für ganz Bayern vor, die durch regionale Fenster lokalen Händlern neue Absatzmöglichkeiten bieten könne.

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