09.09.2018 - 19:34 Uhr
Deutschland & Welt

Demo gegen Sexualunterricht

Ein Verein, ein AfD-Kandidat und Fürstin Gloria treffen auf 400 Gegendemonstranten

Mariae Gloria, Fürstin von Thurn und Taxis, wendet sich bei der „Demo für Alle“ gegen zu frühen Sexualunterricht.
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Rund 50 Personen fühlten sich am Samstag von der "Demo für alle" angesprochen, die der Verein Ehe-Familie-Leben der Vorsitzenden Hedwig von Beverfoerde organisierte. Das ehemalige CDU-Mitglied sagte: "Wir wollen, dass die ,Sexualpädagogik der Vielfalt' und ihre schamverletzenden Methoden wieder aus den Schulen und Kitas verschwinden."

Unterstützt wurde die Kundgebung vom AfD-Landtagskandidaten Benjamin Nolte, der die Forderung drastischer formulierte: "Fünfjährige müssen noch nicht mit Themen wie Analsex und Darkrooms konfrontiert werden." Mit von der Partie war auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis: "Ich finde die Meinungsfreiheit wichtig:" Man müsse Kinder schützen vor Themen, die nicht kindgerecht seien: "Das ist ja auch eine Art von Kindesmissbrauch." Die Schlossherrin kritisierte die rund 400 Gegendemonstranten - organisiert vom Arbeitskreis "Queer" der Universität Regensburg unter dem Motto "Vielfalt statt Einfalt": "Wir sind eine kleine Minderheit", sagte Gloria, "und die anderen machen so viel Lärm, man hört ja gar nicht die Argumente."

Regensburger oder nicht?

Die Fürstin glaube nicht, dass es sich bei den Gegendemonstranten um Regensburger handle. Das Gleiche behauptet allerdings auch die Gegenseite von der Gruppe um Gloria: "Ich sehe drüben lauter Leute mit Hass im Herzen, die eingefahren worden sind", sagt etwa ein Regensburger, "und hier auf unserer Seite die Regensburger Stadtgesellschaft."

Gegen 16 Uhr ist der "Bus der Meinungsfreiheit" wieder abgereist. Laut Polizeisprecher Markus Reitmeier sei es zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen. Das Aktionsbündnis entstand vor rund drei Jahren als Reaktion auf die rot-grüne Schulpolitik in Baden-Württemberg. Die Demonstrationen sollen von der AfD-Politikerin Beatrix von Storch mitinitiiert worden sein.

Der "Bus der Meinungsfreiheit" soll in den nächsten Tagen in weiteren Städten halt machen - und wir voraussichtlich auch dort auf Widerstand treffen. Die nächsten Veranstaltungen sind in Dresden, Berlin, Fulda, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und München geplant.

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A. Schmigoner

Gloria von TuT trauert den feudalen Zeiten nach, da hätte keiner gewaagt ihr zu widersprechen.

26.09.2018