Knapp zwei Jahre ist es her, dass Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gegen Hillary Clinton gewann. Der Sieg des Milliardärs wurde damals weltweit ungläubig belächelt. Doch das Lachen ist längst Wut und Verzweiflung gewichen. Trump ist der größte Spalter, den die USA je erlebt haben. Durch die Vereinigten Staaten geht längst ein tiefer Riss.
"Sperrt sie ein": Mit diesem Schlachtruf diskreditierten Trump und seine republikanischen Fans die Demokratin im Wahlkampf. Bis heute wird Stimmung gegen die Gattin des Ex-Präsidenten Bill Clinton gemacht. Es ist eine Welle verbaler Gewalt, die seit Monaten über die USA schwappt. Die jetzt aufgetauchten Briefbomben sind nur der nächste Schritt.
Zündler Trump ist für diesen Flächenbrand verantwortlich. Sein größtes Feindbild bleiben die Medien, allen voran der Sender CNN. Er nennt sie "Staatsfeinde", "Volksverräter" oder auch "böse, böse Menschen". In Trumps Weltbild ist Gewalt ein probates Mittel. Als er jüngst in Montana Wahlkampf machte, lobte er den Republikaner Greg Gianforte. Dieser vertritt den Bundesstaat im Kongress und schlug einem Reporter des "Guardian" die Brille von der Nase. Der US-Präsident findet das stark: "Jeder, der einen umhauen kann, ist ganz nach meinem Geschmack."
Von der Faust zur Briefbombe: Beunruhigend, wie die Saat des Hasses in den USA aufgeht. Mit dem Thema Abrüstung hat es Trump nicht so, wie er diese Woche bei der Aufkündigung des INF-Abkommens schon bewiesen hat. Mit dem verbalen Abrüsten gleich fünfmal nicht.













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