Nicht einmal einen Tag nach dem Angriff am Rande des CSDs in Berlin hat im oberbayerischen Mühldorf der dortige CSD begonnen. Die Veranstalter betonten: „Gerade nach so einem schrecklichen Ereignis ist es umso wichtiger, uns nicht einschüchtern oder verdrängen zu lassen.“ Laut Polizei waren bereits kurz nach Beginn mehrere Hundert Menschen vor Ort.
Natürlich sei das, was gestern passiert sei, auch bei den Teilnehmern ein großes Thema „aber das meiste, was ich gehört habe, ist genau diese Haltung - jetzt erst recht“, sagte Versammlungsleiter Daniel Mareyen der dpa. „Wir machen CSD solange es Diskriminierung gibt“. Man wolle zeigen: „Wir sind da, wir leben, wir sind Teil der Gesellschaft.“ Man habe gewusst, „so etwas kann jederzeit passieren“. Angriffe gegen queere Menschen seien in Deutschland noch immer auf der Tagesordnung. „Deshalb stehen wir ja hier.“
Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen gab es laut Veranstalter nicht - man habe bereits jetzt ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Auch von der Polizei hieß es am Sonntagmorgen, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinde.
Die Mühldorfer Veranstalter sprachen den Verletzten und den Freuden und Verwandten der Verstorbenen zudem ihr „tiefes Mitgefühl“ und ihre Solidarität aus. Man wolle aus Mühldorf die Botschaft nach Berlin aussenden: „Wir stehen bei euch, wir fühlen mit euch, wir sind tief verletzt, weil ihr verletzt wurdet. Aber wir sind weiterhin da.“
© dpa-infocom, dpa:260726-930-439603/2














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