Update 17.08.2026 - 07:05 Uhr

Brandbekämpfung im Hohen Venn geht weiter

Im Hohen Venn nehmen die Löschhubschrauber wieder ihren Einsatz auf. Im Moment gehen die Behörden in Monschau nicht davon aus, dass der Brand auf deutsches Gebiet übergreift.

In Monschau-Kalterherberg mussten in der Nacht 30 Menschen ihre Häuser verlassen. Bild: Thomas Banneyer/dpa
In Monschau-Kalterherberg mussten in der Nacht 30 Menschen ihre Häuser verlassen.

Die Bekämpfung des Brands im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland geht weiter. Bei Tageslicht werden die Maßnahmen wieder intensiviert, wie Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Hubschrauber würden wieder ihren Einsatz aufnehmen.

Im Moment gehe man nicht davon aus, dass das Feuer auf deutsches Gebiet überspringe, sagte Boden. In der Nacht sei das Feuer nicht weiter vorgerückt. Jetzt regne es leicht. 

Etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg waren am Sonntagabend wegen einer möglichen starken Rauchbelastung evakuiert worden. Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht, dass sie ihre Häuser räumen müssten. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

In einem Fall sei „ein bisschen Diskussion“ nötig gewesen, aber grundsätzlich gelte: „Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen.“ Er fügte hinzu: „Wenn man seit zwei Tagen diese Drohung aus dem Venn kommen sieht, dann ist man auch offen dafür.“ 

Der Waldbrand im Hohen Venn ist der größte der belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. „Wir stehen hier vor einem Problem“, sagte er. „Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten.“

Die Staatsanwaltschaft von Lüttich hat dem Bericht zufolge Ermittlungen zur Entstehung des Brands aufgenommen.

© dpa-infocom, dpa:260817-930-539697/4

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