08.07.2018 - 19:38 Uhr
Deutschland & Welt

Gebt Trump, was er will

Seit Monaten stellt US-Präsident Donald Trump die Bundesregierung an den Pranger, weil Deutschland das Zwei-Prozent-Ziel der Nato nicht erfüllt. Es ist Zeit, ihm nachzugeben. Aber zu den deutschen Regeln. Ein Kommentar.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen am 25. Mai 2017 in Brüssel beim Nato-Gipfel bei der feierlichen Eröffnung des neuen Nato-Hauptquartiers an einander vorbei.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Die Bundesregierung sollte US-Präsident Donald Trump geben, was er will. Union und SPD sollten bis zum Jahr 2024 den Verteidigungsetat auf zwei Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen. Denn Argumente, dass es nicht nur auf die Verteidigungsausgaben, sondern auch auf Fähigkeiten und die Beiträge zu Nato-Operationen ankommt, werden bei Trump nicht durchdringen. Der US-Präsident entzieht sich einer vernünftigen Diskussion.

Allerdings sollte die Bundesregierung nur den kleineren Teil in Ausrüstungsinvestitionen stecken. Der größte Teil der mehr als sechs Milliarden Euro jährlich zusätzlich sollte in die Forschung für Künstliche Intelligenz (KI) fließen - ausgeschüttet von einer Forschungsagentur, einer deutschen Darpa (Defense Advanced Research Projects Agency), die sich aus dem Verteidigungsetat speist. So ließe sich ein deutsches KI-Manhattan-Projekt finanzieren. Das würde Militär und Wirtschaft helfen, Rückstände aufzuholen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.