14.09.2018 - 00:05 Uhr
GrafenwöhrDeutschland & Welt

Weitere 1500 Soldaten nach Grafenwöhr

Gute Nachricht für den US-Standort Grafenwöhr. Es sollen deutlich mehr neue Soldaten stationiert werden, als bisher bekannt war.

Deutlicher mehr Soldaten sollen künftig auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr unterwegs sein.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die US-Armee stockt ihre Truppen in Deutschland stärker auf als bisher bekannt. Laut Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch sollen bis 2022 alleine am Standort Grafenwöhr zusätzlich 1500 Soldaten dauerhaft stationiert werden. Hinzu kommen Angehörige. Bislang war deutschlandweit von einer Aufstockung um 1500 Soldaten die Rede. Diese sollten auf Grafenwöhr, Hohenfels, Ansbach und Baumholder aufgeteilt werden. Laut Presseberichten sollen 500 Soldaten zusätzlich alleine nach Ansbach.

Laut Knobloch liege inzwischen die Bestätigung vor, dass Teile der derzeit noch außer Dienst gestellten 41th Fires Brigade der US-Armee nach Grafenwöhr sollen. "In einem ersten Schritt wird das Hauptquartier der Brigade hier stationiert", erklärt Knobloch. Dabei soll es sich um 400 bis 500 Mann handeln. In weiteren Schritten ist die Verlegung von sechs weiteren Bataillons der Brigade geplant: je zwei die mit Raketenabschussvorrichtungen ausgestattet sind, zwei für den Nachschub und zwei für Instandhaltung.

Knobloch begrüßt die erneute Aufwertung des Standorts Grafenwöhr, die ohne neue Bauten geplant sei. Die Entscheidung zeige die Bedeutung des Truppenübungsplatzes als modernste Trainingseinrichtung der US-Armee weltweit. Ihm wurde zudem bestätigt, dass die hohe Akzeptanz der US-Armee eine Roll bei der Entscheidung gespielt habe. "Die Soldaten fühlen sich in Grafenwöhr willkommen", erklärt Knobloch.

Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass das Kommando für alle Brigaden in Europa von Wiesbaden an den General in Grafenwöhr übertragen wurde. Laut Knobloch habe sich dies erstmals beim großen Brand auf dem Übungsgelände ausgezahlt. Brigadegeneral Christopher C. LaNeve konnte unkompliziert und schnell Hubschrauber für die Löscharbeiten aus Ansbach anfordern. Zuvor mussten solche Einsätze vergleichsweise umständlich und zeitaufwendig in Wiesbaden beantragt werden.

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