Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich unabhängig zu den im Rahmen der "Krankenhaus-Ampel" bereits getroffenen Beschlüssen für eine Ausweitung der 2G-Regel für den Zugang zu Veranstaltungen und Einrichtungen ausgesprochen. "2G ist zumutbar, wir wollen keinen generellen Lockdown", erklärte Herrmann in München vor Journalisten. Er erlebe bei Gesprächen mit Bürgern "viel Zuspruch und Verständnis für 2G", also die Zulassung nur von Geimpften und Genesenen. Es sei nur schwer vermittelbar, warum das Leben von Geimpften weiter eingeschränkt sein müsse.
Herrmann plädierte zudem für eine konsequente Kontrolle der Einhaltung von Zugangsbeschränkungen, egal ob nach dem 2G- oder 3G-plus-Format. Die Polizei werde ab dieser Woche die kommunalen Behörden bei der Überwachung unterstützen. Herrmann betonte, das die Einhaltung der Regeln den Veranstaltern oder Gastwirten obliege. Die Polizei werde nur deren Kontrolltätigkeit stichprobenartig überwachen, aber selbst keine Personenkontrollen durchführen.
Bei Verstößen durch Veranstalter oder Gastwirte plädierte Herrmann für "hartes Durchgreifen". Wer zweimal bei der Missachtung von Kontrollpflichten erwischt werde, dessen Einrichtung müsse geschlossen werden. Das sei wirksamer als die Verhängung von Bußgeldern. Herrmann erinnerte daran, dass für Gastwirte die Zuverlässigkeit Voraussetzung für ihre Betriebserlaubnis sei. Wer die Corona-Regeln unzureichend umsetze, verhalte aus seiner Sicht nicht zuverlässig. Besucher der Gastronomie oder von Veranstaltungen müssten sicher sein können, dass alle eingelassenen Personen geimpft oder genesen sowie eventuell getestet seien. Herrmann betonte, dass dies seine Meinung sei. Für die Umsetzung wäre das Gesundheitsministerium zuständig.

















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