20.12.2019 - 00:01 Uhr
IrchenriethDeutschland & Welt

Zu Gast in der Kerzenwerkstatt des HPZ

In der Weihnachtszeit leuchtet es überall. Für heimeligen Lichterglanz sorgt auch die "Kerzenwerkstatt" des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) in Irchenrieth nahe Weiden.

In der "Kerzenwerkstatt" des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth herrscht vor Weihnachten Hochbetrieb. Im Bild das Team mit Gruppenleiter Marco Bauer (ganz links), betreuter Mitarbeiterin Stefanie Jelinek (Zweite von links), Werkstattleiter Josef Albang (Dritter von links) und Fertigungsleiter Reinhard Kagerer (Vierter von rechts).
von Gabriele Weiß Kontakt Profil

Zwölf Beschäftigte zählt sie im Augenblick, alle haben Behinderungen. Trotzdem kommen die Männer und Frauen jeden Tag von 8 bis 16 Uhr in die Werkstätten des HPZ. "Manche brauchen immer wiederkehrende Arbeiten", sagt Gruppenleiter Marco Bauer, "andere auch Abwechslung." Deshalb werden in der Kerzenwerkstatt nebenher noch Druckluftkupplungen zusammengesetzt.

Stefanie Jelinek ist eine der betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Meistens macht es Spaß", erzählt sie, während sie die am Vormittag gegossenen Kerzen für den Verkauf vorbereitet. Der findet unter anderem ganzjährig im Laden der "Regenbogenwerkstatt" in Weiden statt. Aber auch auf verschiedenen Bauernmärkten sind die Produkte aus Irchenrieth zu erwerben. Die Palette ist groß, sie umfasst auch Gartenfackeln und Ofenanzünder. Kerzen aus dem HPZ gibt es als Insektenschutz in der Blechdose, es gibt sie in Gläsern oder als "Laterne", in die sogar kleine Fotos eingearbeitet werden können.

"Wir fertigen querbeet und auch auf Kundenwunsch", betont Gruppenleiter Bauer. Dann würden die Kerzen beispielsweise farblich auf die Tischdekoration bei Familienfeiern abgestimmt. Wie viele Kerzen genau übers ganze Jahr hinweg die Werkstatt verlassen, weiß Marco Bauer nicht, aber: "In der Vorweihnachtszeit steigt die Nachfrage schon an." Die Produkte aus dem HPZ bieten sich dabei als nachhaltige Alternative an, entstehen sie doch aus Kerzenresten, die Kirchen und Privatleute gespendet haben. Das Wachs wird farblich sortiert, zerkleinert, eingeschmolzen und neu in Form gegossen. Reste, die sich nicht mehr zur Kerzenherstellung eignen, lassen sich immer noch für Grill- und Ofenanzünder verwenden.

Stefanie Jelinek freut sich über Abwechslung. "Wir machen immer wieder neue Modelle, immer ein bisschen anders", sagt sie, "und wir machen es gern". Seit gut 10 Jahren gehört sie schon zum Team der Kerzenwerkstatt. "Es ist schön, mit den Kollegen zusammenzuarbeiten", betont sie. "Jeder hat seine Stärken und Schwächen, aber wir sind halt, wie wir sind."

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