Bodenständige Ecken gibt es noch überall in der Oberpfalz. Aber mittlerweile macht sich auch hier ein großes Maß an Kirchenverdrossenheit bemerkbar. Konkret äußert sich diese Unzufriedenheit auf verschiedene Weise.
Die einen bleiben konsequente Kirchgänger und unterstützen aktiv die dazugehörigen Gremien: keineswegs unkritisch, aber mit gleichbleibender Loyalität. Die anderen gehen den entgegengesetzten Weg und treten aus der Kirche aus. Was aber nicht bedeutet, dass sie ihren Glauben verloren haben.
Zumindest nicht den Glauben an Gott, vielmehr den Glauben an die Kirche als Institution. Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, ein stilles Heer, eigentlich eine tickende Zeitbombe: Menschen, die nichts mehr mit der Kirche anfangen können, weil sie sich von ihr im Leben nicht begleitet fühlen. Zahlende Mitglieder sozusagen, die aus einer gewissen Not heraus begonnen haben, sich ihren eigenen Glauben zu zimmern: Sie praktizieren einen Glauben ohne Kirche.
Die Kirche scheint die zunehmende Entfremdung der Gläubigen gleichgültig hinzunehmen und ihren ursprünglichen Auftrag aus den Augen zu verlieren. Wobei der Fürsorgeauftrag in der Bibel doch klar formuliert ist: "Weide meine Schafe, weide meine Lämmer! (Joh. 21,15-16)."













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