11.05.2021 - 17:52 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zur Eskalation in Nahost: Zynisches Spiel der Terrormiliz Hamas

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Erstmals seit langem schwappt die Gewalt in Nahost auch auf die arabische Bevölkerung in Israel über. Der externe Konflikt droht zu einem internen zu werden. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Rettungskräfte inspizieren ein beschädigtes Gebäude in der israelischen Stadt Aschkelon, nachdem es von Raketen getroffen wurde, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurden.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Die Corona-Pandemie hat auf dramatische Weise vor Augen geführt, wie disfunktional die palästinensische Selbstverwaltung ist. Weder im Westjordanland, wo die Fatah von Mahmud Abbas versucht ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten, noch im Gazastreifen, wo die islamistische Terrormiliz Hamas das Sagen hat, gibt es ausreichend Impfstoff. Beide kämpfen um Legitimität. Präsident Abbas, weil er zuletzt sogar die Parlamentswahl für die palästinensischen Gebiete abgesagt hat. Hamas weil sie grundlegende Bedürfnisse der Menschen nicht stillen kann.

Niemand sollte es überraschen, dass Hamas auf Eskalation setzt. Dieses zynische Spiel hat die Terrormiliz schon häufig betrieben. Diesmal spielen ihr die Spannungen in Jerusalem in die Karten. Gleichwohl ist Situation weitaus gefährlicher als früher. Denn viele arabische Israelis solidarisieren sich mit den Palästinensern in Ost-Jerusalem. Der externe Konflikt droht, zu einem inner-israelischen zu werden. Das Gute: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist kein Freund größerer Auseinandersetzungen. Darauf beruht die Hoffnung auf Entspannung.

So erlebt der Benediktiner den Raketenbeschuss

Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.