14.10.2021 - 15:19 Uhr
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Kommentar zum Flächenverbrauch: Bodenlose Naivität

Jeden Tag verschwinden in Bayern 11,6 Hektar freie Fläche. Die Staatsregierung kennt das Problem, unternehmen will sie dagegen nichts. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Es wird gebaut, gebaut, gebaut in Bayern: Immer mehr Flächen werden durch Wohn- oder Gewerbebauten verbraucht.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil

Hat es schon jemals funktioniert, wenn die Politik etwas erreichen wollte und dabei auf Freiwilligkeit gesetzt hat? Kaum. Trotzdem will die Bayerische Staatsregierung den Flächenverbrauch auf freiwilliger Basis auf 5 Hektar pro Tag begrenzen. 2020 ist der Flächenverbrauch allerdings erst einmal wieder gestiegen, und zwar auf 11,6 Hektar.

Das fortwährende Verschleudern von Grund gehört zu den größten Umweltproblemen, nicht nur im Freistaat. Um dies zu stoppen, braucht es Fingerspitzengefühl, um dabei nicht das wirtschaftliche Wachstum von Städten und Gemeinden abzuwürgen. Sollten Markus Söder und seine CSU es ernst meinen mit ihrer frisch gestrichenen grünen Seite, müssen sie diesen Spagat wagen und verbindliche Regeln aufstellen. Denn mit Freiwilligkeit allein geht nichts vorwärts.

Statistik zum Flächenverbrauch: Bayern wird zugebaut

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