01.01.2021 - 19:23 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Ein Jahr des Neuanfangs und auch eines des Abschieds

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Im Jahr 2020 war vieles anders. Doch auch wenn wir 2021 hoffentlich mit "Corona" abschließen können, sollten wir nicht einfach weitermachen "wie gehabt", findet Gabriele Weiß.

Angela Merkel bei der Fernsehaufzeichnung ihrer jährlichen Neujahrsansprache: Es war ihre 16. und wohl letzte. 2021 wird auch für die erste Frau und Ostdeutsche im Bundeskanzleramt ein neuer Lebensabschnitt beginnen.
von Gabriele Weiß Kontakt Profil

Ein neues Jahr hat begonnen, doch es wird auch ein Jahr des Abschieds sein: hoffentlich von der Covid-19-Pandemie, die 2020 die ganze Welt in Atem hielt; die Europäische Union sagt"Farewell" zum Vereinigten Königreich, das nun vollständig aus der Staatengemeinschaft ausgeschieden ist; und auch die Regierungszeit von Angelika Merkel, der ersten Kanzlerin und ersten "Ostdeutschen" in diesem Amt, endet nach 16 langen Jahren.

Dem Coronavirus geschuldet, verlief der Jahreswechsel in Deutschland diesmal sehr privat, sehr still, und doch - oder vielleicht gerade deshalb - voller Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche. 2020 hielt die Welt sozusagen den Atem an. 2021 soll alles wieder werden wie vorher, und das möglichst bald.

Aber ist das wirklich wünschenswert? Keine Frage, jeder Covid-19-Tote ist einer zu viel, jede durch Covid-19 vernichtete berufliche Existenz, jede durch Covid-19 entstandene Bildungslücke ist eine zu viel. Trotzdem: Unserer Immer-Höher-Weiter-Schneller-Mehr-Gesellschaft tut eine Verschnaufpause ganz gut. Nichts wäre bedauerlicher, als 2021 einfach so weiterzumachen, als hätte es das Krisenjahr 2020 nie gegeben. Für jede Tür, die sich schließt, soll angeblich eine neue aufgehen. Schauen wir dieses Jahr genau hin, wohin sie führt.

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