13.05.2021 - 18:13 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zum Konflikt in Nahost: Der Krieg wird so schnell nicht enden

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Dramatische Bilder aus dem Nahen Osten. Im Krieg mit der Hamas steckt Israel in einem Dilemma. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahuspricht in Lod mit israelischen Grenzpolizisten. Er hat die Bürger des Landes erneut auf einen längeren Einsatz im Gazastreifen eingestimmt.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Israel hat sich vor mehr als 15 Jahren aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Seither ist zu beobachten, wie sich das Gebiet unter der gewaltsamen Herrschaft der islamistischen Terrormiliz Hamas in ein Zentrum des Fanatismus und zu einer Gefahr für die Sicherheit Israels verwandelt hat.

Daran haben auch die drei Kriege nichts geändert, die Israel seit 2008 gegen Hamas geführt hat. Im Gegenteil: Die Terrormiliz hat danach dank finanzieller Hilfe aus dem Ausland ein größeres Waffenarsenal aufgebaut als zuvor. Wie groß, ist derzeit für alle zu besichtigen - und hat auch die israelische Führung überrascht.

Unter vielen Israelis, besonders im Kernland um Tel Aviv, wächst der Wunsch, die Bedrohung los zu werden. Für die israelische Führung bedeutet das ein Dilemma: Um Hamas nachhaltig zu schwächen, müsste die Armee entweder zu unverhältnismäßiger Gewalt greifen oder in Gaza einmarschieren, was den Tod Hunderter Soldaten bedeuten könnte. Für die Hamas zählt ihr zynisches Kalkül: Jeder Tag, an dem sie Raketen auf Israel abfeuern kann, ist ein Gewinn. Zu allem Übel lauert im Libanon noch die extremistische Schiiten-Miliz Hisbollah. Sie könnte Israel in einen Zwei-Fronten-Krieg verwickeln.

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