Kommentar: Spannender März dank Merz. Wer fliegt aus dem Kandidatenkarussell?

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In der CDU geht nach dem AKK-Rückzug die Post ab. Die Grünen würden sich über einen Kanzlerkandidaten ganz besonders freuen, meint Frank Werner.

Friedrich Merz und und Annegret Kramp-Karrenbauer im Sommer 2019 noch in bester Laune.
von Frank Werner Kontakt Profil
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In aller Ruhe wollte Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Nachfolge an der CDU-Spitze samt Kanzlerkandidatur lösen. Pustekuchen. Die Demontage von AKK geht rasend weiter. Friedrich Merz konnte es offenbar kaum abwarten, seinen Hut in den Ring zu werfen. Ob sich der 64-Jährige damit einen Gefallen getan hat, bleibt zu bezweifeln.

Als Strippenzieherin bleibt Angela Merkel unübertroffen. Und die Kanzlerin hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet als ihren Nachfolger auserkoren, der den mächtigsten Landesverband hinter sich weiß. Laschet, ein Mann der Mitte, ein Moderator. Für einen knackigen Wahlkampf steht er nicht. Auch nicht Jens Spahn, der als Gesundheitsminister zwar deutlich an Profil gewonnen hat, aber vielen in der Union als zu grün hinter den Ohren gilt.

Mit Merz wäre auf jeden Fall jede Menge Musik im Spiel. Seine Vergangenheit beim Vermögensverwalter Blackrock ist den sozialen Kreisen der Union ein Dorn im Auge, seine Arroganz oft schwer zu ertragen. Die Grünen dürften am meisten auf eine Kandidatur von Merz hoffen. Sie wären die Profiteure eines Lagerwahlkampfes. Für die AfD könnte es ungleich schwerer werden, gegen den Westfalen ihr Klientel bei Laune zu halten.

Und Markus Söder? Vor gut vier Wochen hatte der CSU-Chef im Gespräch mit unserer Redaktion noch erklärt: "Ein Bayer als Kanzlerkandidat kommt für mich nicht infrage." Ob er es sich noch einmal überlegt? Merz hat einen spannenden März garantiert.

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