Lappersdorf
27.01.2024 - 15:48 Uhr

Selbstjustiz führt zu Strafverfahren

Weil sich ein Anwohner über einen Klingelstreich geärgert hatte, setzte es Ohrfeigen. Ein Elternteil des geschlagenen Kindes schlug in der Folge den Anwohner. Nun folgt ein Strafverfahren gegen die Beteiligten am Disput.

Weil sich ein Anwohner über einen Klingelstreich geärgert hatte, setzte es Ohrfeigen. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Weil sich ein Anwohner über einen Klingelstreich geärgert hatte, setzte es Ohrfeigen.

Ein 59-Jähriger und seine gleichaltrige Lebensgefährtin stellten zwei Schüler (11, 12) wegen eines Klingelstreiches in Lappersdorf zur Rede. Sie hielten laut Bericht der Polizei die Kinder am Donnerstag, 25. Januar, gegen 13.15 Uhr fest, schoben sie in ihr Anwesen und drängten darauf, die Personalien von den Verursachern der Streiche zu nennen. "Als die Kinder die Namen nicht nannten, bekräftigte der 59-Jährige seine Nachfrage, indem er die Schüler mit der Faust und der flachen Hand schlug", berichtet Polizeisprecher Markus Islinger. Nachdem die Schüler die Namen genannt hatten, durften sie ihren Weg fortsetzen. Kurze Zeit später suchte ein Elternteil der Kinder die Anwohner auf, und stellte diese zur Rede und schlug den 59-Jährigen in "selbstjustizarer Absicht" ins Gesicht. Ein Strafverfahren gegen die Anwohner sowie den Elternteil ist die Folge.

 
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