Eine der wichtigsten Regeln für den Sonntagsausflug in der Kindheit war stets: Im Wald wird nicht geschrien und jeder nimmt seinen Müll wieder mit nach Hause. Es ist so einfach, Respekt vor dem Wald zu zeigen. Nicht nur, weil es kaum Schöneres gibt, als durch Wälder zu spazieren, sondern auch, weil der Wald unser größter Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel ist.
Dass wir die Klimakrise alleine durch Aufforstung lösen werden, ist unrealistisch. Trotzdem muss klar sein, dass wir diese Maßnahmen, die nun auf den Weg gebracht werden, dringend brauchen. Beginn am besten vorgestern. Oder eigentlich vor 20 Jahren. Deutschlands Wälder müssen nicht nur größer, sie müssen vielfältiger werden. Weniger Nadelbaum-Monokulturen, mehr Laubmischwälder. Wir müssen beginnen, die Wälder mit mehr Naturnähe zu nutzen und dürfen nicht weiter versuchen, aus dem Wald noch hier und dort ein bisschen Ertrag herauszupressen.
Vor allem aber brauchen wir eines: Mehr Förster und Forstarbeiter. Nicht nur, um diesen Umbau des Waldes zu stemmen, sondern auch, um frühzeitig den Befall von Borkenkäfern zu erkennen und um tote oder befallene Bäume schneller aus dem Wald zu schaffen. Und nicht zuletzt auch, um dem Wald wieder mehr Stimme zu verleihen - dann würde sich das mit dem Respekt vielleicht von ganz alleine regeln.



















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