30.03.2021 - 17:11 Uhr
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Meinung: Wenn jetzt mehr Impfstoff kommt, muss Bayern liefern

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Ab April gilt es beim Impfen für Bayerns Staatsregierung. Bisher war die Bestellpolitik der EU am schleppenden Tempo schuld. Wenn nun mehr Impfstoff kommt, darf die Staatsregierung nicht versagen, kommentiert Jürgen Umlauft.

Impfen gegen Corona: Nach Ostern soll es in Bayern richtig losgehen.
von Jürgen UmlauftProfil
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Wenn die Hoffnungen nicht schon allzu oft enttäuscht worden wären, würde man gerne glauben, dass der schon im Januar versprochene "Impfturbo" in Bayern endlich zündet. Mit einer Impfquote von gut elf Prozent liegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich zwar ordentlich, aber ginge es in diesem Tempo weiter, würde es bis weit ins Jahr 2022 dauern, bis die Herdenimmunität erreicht ist. Immerhin ist die Hochrisikogruppe der über 80-Jährigen inzwischen fast vollständig durchgeimpft. Das senkt die Sterbezahlen und entlastet die Krankenhäuser.

Nun aber rollt die dritte Welle, weil die aggressive britische Corona-Mutante das Regiment übernommen hat. Sie greift schneller um sich, als derzeit geimpft wird. Das ist nicht die Schuld der Staatsregierung, weil sie keinen Einfluss auf die Impfstofflieferungen hat. Im April soll nun endlich mehr kommen. Deshalb ist es richtig, dass die Kapazitäten der Impfzentren erhöht und die Hausärzte in die Impfkampagne eingebunden werden. Nichts wäre fataler, als wenn Dosen wegen Managementfehlern ungenutzt blieben würden. Jetzt muss noch rasch die in der Mangelverwaltung sinnvolle, starre Impfreihenfolge aufgehoben werden. Denn ab sofort zählen vor allem zwei Dinge: Schnelligkeit und möglichst große Breitenwirkung.

Ergebnisse des Impfgipfels

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