München
26.07.2026 - 17:10 Uhr

Herrmann: Sicherheitskonzepte für CSDs werden überprüft

Hinweise auf konkrete Anschlagspläne im Freistaat gibt es dem Innenminister zufolge aber nicht.

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Sicherheitskonzepte der bayerischen CSDs überprüfen lassen. (Archivbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Sicherheitskonzepte der bayerischen CSDs überprüfen lassen. (Archivbild)

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD will der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Sicherheitskonzepte für die bevorstehenden Veranstaltungen im Freistaat überprüfen lassen. Man werde die bereits hohen Schutzmaßnahmen bei Bedarf weiter verstärken, kündigt er an. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Bayern gebe es derzeit nicht, die Sicherheitsbehörden seien aber „hellwach und stehen im engen Austausch mit Bund und Ländern“.

Der Anschlag auf den Berliner CSD am Samstag sei eine „abscheuliche Gewalttat“ und ein „direkter Angriff auf Grundwerte unseres demokratischen und freiheitlichen Zusammenlebens“, sagte Herrmann. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“

Die noch laufende Großfahndung zeige, wie wichtig der Einsatz von Videoüberwachungsanlagen an öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen mit KI-gestützter Gesichtserkennung sei, betonte der Minister. „Wir benötigen so schnell wie möglich eine klare gesetzliche Grundlage für die Live-Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Im aktuellen Fall wäre dies eine enorme Hilfe bei der Fahndung nach dem Täter.“

In Bayern stehen in den kommenden Wochen zahlreiche CSDs an, unter anderem auch in Nürnberg - ein erster fand bereits am Sonntag in Mühldorf am Inn statt.

© dpa-infocom, dpa:260726-930-441626/1

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