Jede Arie ein Erlebnis

Die einen Opernfans reisen alljährlich nach Bayreuth zu den Richard-Wagner-Festspielen, andere ziehen dem Starrummel die glanzvollen Konzerte der Nachwuchssänger in Neumarkt vor.

Die Stadt Neumarkt ist seit 2011 mit ihrem Konzertsaal Gastgeberin der jährlich stattfindenden „Internationalen Meistersinger Akademie“ (IMA). Dieses ambitionierte, fünfwöchige Projekt fördert junge Sänger in Meisterkursen auf ihrem Weg zur musikalischen Elite. Unser Bild zeigt Alina Adamski (links, Sopran, Polen) und Danylo Matviienko (Bariton, Ukraine).
von Marielouise ScharfProfil

Neumarkt.Vierzehn leidenschaftliche Interpreten, drei fantastische Virtuosen am Flügel und ein exzellenter, charmanter Moderator gestalten einen Hochglanz-Liederabend mit Arien und Szenen aus Oper und Operette. Jeder Auftritt wird zum funkelnden Juwel. Künstlerische Leiterin Edith Wiens, Gesangsdozentin an der Juilliard-School New York, schwärmt von der Leistung der Interpreten, die aus allen Teilen der Welt (USA, Polen, Israel, Neuseeland, England, Ukraine und Deutschland) kommen, und die bereits bei den Agenten renommierter Opernhäuser auf sich aufmerksam gemacht haben.

Engagement-Angebote

Aus Amsterdam, Frankfurt, New York und vielen anderen Metropolen seien bereits Engagement-Angebote für die Nachwuchssänger eingegangen. Das alles spricht für das große Renommee der "Internationale Meistersinger Akademie" (IMA), das außergewöhnliche Engagement der hochkarätigen, international renommierten Gastprofessoren wie Dame Felicity Lott, Malcolm Martineau, Kammersängerin Anna Tomowa-Sintow sowie Kammersängerin Brigitte Fassbaender, die auch IMA-Schirmherrin ist.

Im Konzertsaal herrschen angenehme Temperaturen. Die Bühne ist geschmückt mit dekorativen Orchideen-Hortensien-Efeu-Pflanzschalen. Im schwarzen Hochglanzlack dominiert in der Mitte der Konzertflügel. Daran nehmen abwechselnd Platz: Michal Biel, Ewa Danilewska (Polen), Chris Reynolds (USA. Alle drei Pianisten bieten den unterschiedlichen Stimmen, Stücken und Charakteren die notwendige Bodenhaftung und glanzvolle Umrahmung.

Stimmlich und auch optisch sind alle topp gestylt und modisch aufgehübscht. Die Damen in großer Robe. Sopran: Alina Adamski (Polen), Felicia Moore (USA), Shira Patchornik (Israel), Gabriella Reyes de Ramirez (Nicaragua/USA). Mezzosopran: Samantha Hankey (USA) und Valentina Stadler (Deutschland). Die Herren im eleganten Smoking: Tenor Jonathan Abernethy (Neuseeland), Ryan Hurley (USA), James Ley (USA); Bariton: Danylo Matviienko (Ukraine), James Newby (England), Mikolaj Trabka (Polen), Hubert Zapior (Polen) und Bass: Alex Rosen (USA).

Frisch interpretiert

Jeder Auftritt ein Fest, jede Arie ein Erlebnis, denn nicht nur hervorragend gesungen, sondern auch frisch, frech und fröhlich interpretiert und präsentiert, je nach Grundstimmung des Librettos. Die Steilvorlage liefert der flott moderierende Tobias Truniger, der charmant locker und äußerst versiert durch das Programm mit Arien und Duetten führt.

Großen Raum erhält Wolfgang Amadeus Mozart mit Auszügen aus Cosi fan tutte, Don Giovanni, Figaros Hochzeit und Entführung aus dem Serail. Rossini, Massenet, Leoncavallo, Bizet, Donizetti, Händel, Nicolai, Richard Strauss, und Arthur Sullivan stehen ebenfalls auf dem abwechslungsreichen Programm. Stimmliche Höhen und Tiefen meistern die Sänger. Warm und bis ins letzte Detail ausgefeilt der Vortrag, facettenreich und feurig virtuos der Gesang. Einmal einfühlsam, ja fast spirituell berührend der Auftritt, dann wieder fulminant und feurig die Atmosphäre.

Am Ende stehen sie feierlich aufgereiht, eine Rose in der Hand und ein gemeinsames Chor-Lied auf den Lippen. Mit diesem schon traditionellen Abschluss verabschieden sich die Sänger und Organisatoren vom total hingerissenen Publikum, das sich mit großem Applaus bedankt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.