Corona-Pandemie sorgt für Umsatz-Rückgang bei Bionorica

Masken tragen, Abstand halten und weniger Kontakte schützt nicht nur vor Corona, sondern vor anderen Infektionen. Das spürt auch Binorica in Neumarkt.

Bionorica Vorstandschef Michael A. Popp (links) und Vorstand Global Business Uwe Baumann vor der Bilanzpressekonferenz 2021 des Unternehmens.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Die Corona-Pandemie hat für einen Umsatzrückgang bei der Binorica SE in Neumarkt gesorgt. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sank der Umsatz 2020 gegenüber den Vorjahr um 13,4 Prozent auf 287,7 Millionen Euro. Ein Grund für den Rückgang sei das nahezu komplette Ausbleiben der üblichen Wellen von Atemwegserkrankungen. Dank der Eigenkapitalquote von 80,6 Prozent sei die Bionorica-Gruppe sicher durch 2020 gekommen hieß es. Die Zahl der Mitarbeiter blieb gleich. Von weltweit 1823 Mitarbeitern (Vorjahr: 1820, Stand 31. Dezember 2019) des Naturarzneiherstellers waren Ende des vergangenen Jahres mehr als 1000 in Neumarkt beschäftigt.

Rückgang bei Sinupret und Co.

In Deutschland verkaufte Bionorica vergangenes Jahr 5 Millionen Packungen weniger als im unter Vorjahr (2019: 19 Millionen Packungen). "Bis zu 75 Prozent weniger Patienten in der Indikation Sinusitis und einer ähnlichen Entwicklung im Bereich Bronchitis ließen die Nachfrage nach Sinupret und Bronchipret, aber auch nach Wettbewerbsprodukten, einbrechen", heißt es in der Pressemitteilung vom Freitag. Ein Großteil des Bionorica-Umsatzes in Deutschland kommt üblicherweise durch Atemwegsprärate wie Sinupret und Bronchipret zustande.

Einen weiteren Grund für den Absatz-Rückgang neben den Hygiene-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nannte Bionorica teilweise stark gesunkene Arztbesuche und eine reduzierte Beratungstätigkeit in Apotheken. Das habe zu weniger Verordnungen und Empfehlungen in den entsprechenden Indikationen geführt. Vor diesem Hintergrund hob Bionorica hervor, dass es 2020 erneut zum „Apotheken-Favorit“ in den Kategorien „OTC-Hersteller“ und „Pflanzliche Arzneimittelhersteller“ gewählt wurde. "Der Apotheke vor Ort kommt eine besondere Bedeutung in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und bei der Empfehlung unserer Präparate zu. Deshalb freut uns dieser Vertrauensbeweis besonders“, sagte Professor Michael A. Popp, Pharmazeut und Vorstandsvorsitzender der Bionorica SE.

Frankreich im Blick

In diesem Jahr will Binorica im Ausland weitere Märkte erschließen. In der Türkei ist die Markteinführung weiterer Präparate geplant. Das positiv laufende Iran-Geschäft soll laut Mitteilung kontinuierlich ausgebaut werden. Auf Basis der Zulassungen weiterer Präparate ist in diesem Jahr auch der Marktstart in Frankreich geplant.

Zuwachs in neuem Bereich

Deutschland & Welt
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.