25.02.2021 - 12:03 Uhr
NeutraublingDeutschland & Welt

Krones schreibt 2020 wegen Corona Verluste

Auch der Neutraublinger Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones leidet unter der Corona-Pandemie. Das Unternehmen verbuchte nach vorläufigen Berechnungen für 2020 einen Fehlbetrag von 79,7 Millionen Euro.

Abfüllanlage der Neutraublinger Firma Krones.
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Die Corona-Pandemie hat dem Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones im vergangenen Jahr rote Zahlen eingebrockt. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen für 2020 einen Fehlbetrag von 79,7 Millionen Euro, wie Krones am Donnerstag in Neutraubling bei Regensburg mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte die im Nebenwerteindex SDax notierte Firma noch einen Gewinn von 9,2 Millionen Euro erwirtschaftet.

  • Wegen der Covid-19-Pandemie fällt der Konzernumsatz von Krones 2020 um 16,1 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro.
  • Der Auftragseingang war ebenfalls stark von Corona betroffen und liegt mit 3,31 Milliarden Euro um 19,0 Prozent niedriger als 2019.

Die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten hätten 2020 die Investitionsbereitschaft der Kunden beeinträchtigt, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Darunter habe der Auftragseingang des Unternehmens hauptsächlich im ersten Halbjahr gelitten. Im dritten und insbesondere im vierten Quartal habe der Wert der Bestellungen wieder angezogen.

Ende 2020 verfügte Krones über einen Auftragsbestand von 1,21 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,39 Milliarden Euro). Die Aufträge lagen damit fast ein Fünftel unter dem Vorjahr, wenngleich der Konzern für das Schlussquartal „erste positive Anzeichen der Besserung“ vermeldete.

Prognose 2021 unter Pandemie-Vorbehalt

Für das neue Jahr erwartet der Vorstand nunmehr zwar eine leichte Belebung der Geschäfte, stellt aber für den Umsatz zunächst nur ein kleines Plus von 2,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht. Dank der eingeläuteten Sparmaßnahmen inklusive des Stellenabbaus soll sich dabei die Profitabilität verbessern.

Die Prognose 2021 stehe aber unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen gravierenden Belastungen durch die Covid-19-Pandemie, wie beispielsweise schwere Virusmutationen oder Impfschwierigkeiten, komme. Dies würde Krones stärker als aktuell erwartet belasten und zu negativen Umsatz- und Ergebniseffekten führen.

Trotz Krise: Krones engagiert sich weiter in der Oberpfalz

Nittenau
Info:

Wirtschaftliche Daten für das Jahr 2020

  • Die Ertragskraft von Krones wurde von Aufwendungen für Kapazitätsanpassungen in Höhe von rund 72 Millionen Euro beeinflusst. Das EBITDA sinkt von 227,3 Millionen Euro auf 133,2 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge beträgt 4,0 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent). Ohne diese Sonderbelastungen beträgt die EBITDA-Marge 6,2 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent).
  • Krones erwirtschaftet 2020 einen Free Cashflow von 221,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 94,4 Millionen Euro).
  • Für das laufende Jahr erwartet Krones, auf Basis der derzeitigen Lage, eine leichte Belebung des Geschäfts und prognostiziert für 2021 ein Umsatzwachstum von 2,5 bis 3,5 Prozent sowie eine Verbesserung der EBITDA-Marge auf 6,5 bis 7,5 Prozent.
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