Nittendorf
25.08.2022 - 17:38 Uhr

Spürhunde bei Übung herausgefordert

Spürhunde können viel, das weiß man aus zahlreichen Krimis. Bei einer Übung in Nittendorf stellte ein Gruppe Polizeihunde nun ihr Können bei einer besonders kniffligen Aufgabe unter Beweis.

Eine besondere Übung fand vergangene Woche in Nittendorf (Landkreis Regensburg) für eine Gruppe Spürhunde der Polizeistandorte Regensburg und Weiden statt. Zusammen mit ihren Hundeführern sollten sie eineiige Zwillinge finden, und zwar exakt den Zwilling, der gerade gesucht wurde, nicht nur einen der beiden.

Personensuchhunde, auch "Mantrailer" genannt, sind mittlerweile ein fest etabliertes und wichtiges Einsatzmittel, schreibt die Polizei Oberpfalz in ihrer Pressemitteilung. Nach einer intensiven Ausbildung sind sie in der Lage, Spuren von vermissten Personen auch nach längerer Zeit und über mehrere Kilometer zu verfolgen.

Wenn ein Teil eines Zwillingspaars gesucht wird, machte man sich schon bei früheren wissenschaftlichen Tests die genetische Verwandtschaft zunutze und suchte den einen Zwilling mit der Geruchsprobe des anderen. Außerdem zog man einen Vorteil aus dem Umstand, dass sich die Geschwister vergleichbar ernährten und pflegten. Neuere wissenschaftliche Versuche mit gut ausgebildeten Hunden zeigten sogar, dass sie die Zwillinge sogar klar unterscheiden können. Dadurch kann eine Vermisstensuche noch präziser durchgeführt werden, fügt die Polizei hinzu.

Deshalb lautete bei dieser Übung die Herausforderung: Verfolgen und unterscheiden der Zwillinge Simon und Lukas (14). Bei den Versuchen gingen die Brüder beispielsweise ein Stück gemeinsam und teilten sich dann in verschiedene Richtungen auf. Das erfreuliche Ergebnis lautete, dass keiner der Hunde nach dem falschen Zwilling suchte. Als kleinen Dank für den Einsatz als Freiwillige wurden die beiden Jungen zu einem Eis eingeladen.

Die Polizei in Regensburg sucht immer wieder Freiwillige, die sich für Übungen zur Verfügung stellen. Denn für die Aus- und Fortbildung der Hunde ist es wichtig, dass sie mit möglichst vielen unterschiedlichen Personen trainieren, die sie nicht kennen.

Ganz gleich, welches Alter sie haben (auch Babys sind willkommen), ob sie eine Erkrankung haben (z.B. Diabetes) oder ob sie eigentlich Angst vor Hunden haben: Interessierte können sich an die Polizei in Regensburg melden: Tel. 09 41 / 506-24 01.

 
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