14.10.2019 - 16:33 Uhr
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Anti-Terror-Übung am Nürnberger Hauptbahnhof

Schüsse, Explosionen und schreiende Verletzte: Die Einsatzkräfte üben in Nürnberg ein Terror-Anschlagsszenario. Teile des Hauptbahnhofs sind dafür gesperrt.

Die Bundespolizei übt mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken und zahlreichen Rettungsdiensten ein Terror-Szenario am Nürnberger Hauptbahnhof.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Die Bundespolizeidirektion München übt mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken und mit Unterstützung der Deutschen Bahn, der VAG, der Stadt Nürnberg, der Berufsfeuerwehr und der Rettungsdienste in der Nacht auf 16. Oktober 2019 im Nürnberger Hauptbahnhof. Das Szenario: mehrere unterschiedliche, fiktive Terror-Anschlagsszenarien.

Platzpatronen und simulierte Explosionen

Ziel der Übung ist das das Vorgehen gegen terroristische Täter sowie die Rettung und Versorgung Verletzter in einer komplexen und lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen. Durch die nächtliche Übungszeit sollen laut gemeinsamer Erklärung der Bundespolizei und der Polizei Bayern die Auswirkungen auf Unbeteiligte möglichst geringgehalten werden. Der Ablauf der Übung kann durch die Abgabe von Schüssen mit Platzpatronen und simulierte Explosionen mit Knallkörpern zu Lärmbelästigungen rund um den Hauptbahnhof führen. Zwar werden umfangreiche Sichtschutzwände aufgebaut, aber schon die Schusssimulationen oder Schreie der Übungsteilnehmer können laut Mitteilung Reisende verunsichern. Im Hauptbahnhof Nürnberg und im Außenbereich, werden viele Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge unterwegs sein. Statisten, die als Verletzte geschminkt sind, sind Teil der Übung und dienen der realistischen Darstellung.

Bahnsteige gesperrt

Von 20.30 bis 5 Uhr sind West- und Mittelhalle, Ober- und Untergeschoss sowie die Bahnsteige 1 bis 5 des Hauptbahnhofes Nürnberg für die Öffentlichkeit gesperrt. Im Laufe des Tages sind auch die Eilgutstraße (ca. 14 Uhr), die Celtisunterführung (17 Uhr) und der südliche Teil des Bahnhofsvorplatzes gesperrt. Der Zugang zu den Gleisen ist über die Osthalle und den Südostausgang möglich. Das Parkhaus kann ebenfalls angefahren werden. Zur Information der Reisenden gibt es im Hauptbahnhof und den ankommenden Zügen Durchsagen. Zusätzlich beantworten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Fragen zu Zugverbindungen und verteilen Flyer.

Bürgertelefon:

Für Fragen zur Anti-Terror-Übung, soll ein speziell eingerichtetes Bürgertelefon von Dienstag, 8 Uhr, bis Mittwoch, 8 Uhr, besetzt sein. Die Rufnummer: 0911 / 20 55 51-107. Aktuelle Informationen gibt es über Twitter @bpol_by und @PolizeiMFR sowie über Facebook @polizeimittelfranken und Instagram polizeimfr.

Infos der Bundespolizei per Twitter

Infos der Polizei Mittelfranken per Twitter

Informationen zu den Auswirkungen auf den S-Bahn Verkehr finden SIe hier

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