Nürnberg
09.02.2021 - 08:11 Uhr

Brand in Nürnberger Kraftwerk: Stadt ruft Katastrophenfall aus

Am späten Montagnachmittag bricht in einem Kraftwerk in Nürnberg Feuer aus. Die Einsatzkräfte bringen den Brand unter Kontrolle, doch am Dienstag ist die Ursache dafür immer noch unklar – und es gibt Probleme mit der Fernwärme.

Rauchwolken stehen über einem Kraftwerk des Versorgers Uniper. Über das Ausmaß des Unglücks konnte ein Sprecher der Nürnberger Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Bild: Bauernfeind/NEWS5/dpa
Rauchwolken stehen über einem Kraftwerk des Versorgers Uniper. Über das Ausmaß des Unglücks konnte ein Sprecher der Nürnberger Feuerwehr zunächst keine Angaben machen.

In einem Kraftwerk des Versorgers Uniper in Nürnberg hat es am Montag gebrannt. Bilder zeigten eine dichte Rauchwolke, die aus dem Kraftwerksblock im Stadtteil Gebersdorf drang. In der Anlage werden Gas und Öl als Brennstoff genutzt. Beide Blöcke des Kraftwerkes Franken seien vorübergehend vom Netz genommen worden, so die Feuerwehr. Für die Stromversorgung im Raum Nürnberg habe dies jedoch keine Auswirkungen gehaben.

Das Feuerwehr sei im Erdgeschoss des Kraftwerksblocks I aus zunächst ungeklärter Ursache ausgebrochen und habe sich über vertikale Bauteile bis auf eine Höhe von 80 Meter ausgebreitet, sagte der Feuerwehrsprecher. 120 Brandbekämpfer seien stundenlang im Einsatz gewesen. Das Feuer war am Abend gegen 20 Uhr unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Zur Höhe des Sachschadens machte der Sprecher keine Angaben. Verletzte habe es nicht gegeben.

Probleme mit Fernwärme

Nach dem Brand in einem Nürnberger Großkraftwerk gibt es am Dienstag in einzelnen Stadtteilen Probleme mit der Fernwärme. Nun hat die Stadt den Katastrophenfall ausgerufen. Das Kraftwerk sei vorübergehend außer Betrieb genommen worden, teilte der Energieversorger N-Ergie am Dienstagmorgen in Nürnberg mit. Die Fernwärmeversorgung ist in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach beeinträchtigt. In diesen gebe es 1150 Anschlusspunkte für Fernwärme, teilte die Stadt mit. Betroffen seien neben Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Stadt und Energieversorger N-Ergie haben Krisenstäbe eingerichtet. In Nürnberg herrschen derzeit winterliche Temperaturen mit Minusgraden. Weitere Informationen wollte die Stadt noch bekanntgeben. Zudem bittet der Versorger alle Kunden am Nürnberger Fernwärmenetz in den betroffenen Stadtteilen, trotz der niedrigen Außentemperaturen, den Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das könne helfen, den Engpass zu begrenzen.

Brandursache weiter unklar

Die Ursache des Brandes in dem Großkraftwerk des Betreibers Uniper am frühen Montagabend ist nach wie vor unklar, teilte die Feuerwehr mit. Die Größe des entstandenen Schadens könne noch nicht beziffert werden. Verletzte gab es nach bisherigen Angaben nicht.

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