Nürnberg
30.03.2021 - 05:49 Uhr

Eichhörnchen-Babys in Not: Erste Nager in Auffangstation

Liebestolle Eichhörnchen werden zur Gefahr für sich und den bereits vorhandenen Nachwuchs. Die Nürnberger Auffangstation macht sich Sorgen um die possierlichen Nager.

Ein junges Eichhörnchen hält eine Mitarbeiterin im Tierheim. Archivbild: Tierheim Nürnberg/dpa/Archivbild
Ein junges Eichhörnchen hält eine Mitarbeiterin im Tierheim.

Manche sind noch nackt und füllen nicht einmal eine Hand: Die Eichhörnchen-Auffangstation des Nürnberger Tierheims warnt vor liebestollen Eichhörnchen, die sich wild jagen und häufig die Straße überqueren. „Manche Weibchen und Männchen achten in ihrem Paarungswahn nicht auf den Verkehr und werden überfahren“, sagte Tanja Schnabel, die Leiterin des Nürnberger Tierheims. Trifft es eine Mutter, die bereits Nachwuchs hat, könne dieser nicht mehr versorgt werden. „Es kann dann passieren, dass die Jungtiere vor Hunger anfangen zu krabbeln und aus dem Nest stürzen.“

Vergangenes Jahr hatte die Nürnberger Auffangstation eigenen Angaben nach 40 Eichhörnchen-Babys mit der Flasche groß gezogen. „Das darf sich nicht wiederholen“, schrieb das Tierheim auf Facebook und warnte Autofahrer, die Augen offen zu halten. Die Paarungen beginnen in der Regel zum Jahreswechsel und dauern bis in den Sommer. Nur jeder vierte bis fünfte der possierlichen Nager überlebt dem Bund Naturschutz zufolge die ersten Wochen seines Lebens.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-21742/2

Bund Naturschutz Bayern - Aktion Eichhörnchen 2020

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Nürnberg15.03.2021
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