Nürnberg
08.07.2021 - 00:59 Uhr

Vergiftete Zimtschnecke für Ehefrau: Gericht spricht Urteil

Ein 39-Jähriger aus Erlangen wollte offenbar seine Ehefrau und Schwiegermutter auf einen Streich loswerden: Er gab ihnen deshalb eine vergiftete Zimtschnecke. Nun steht er vor Gericht.

Der Eingangsbereich zum Strafjustizzentrum des Landgerichts Nürnberg-Fürth vor Prozessbeginn. Bild: Daniel Karmann/dpa
Der Eingangsbereich zum Strafjustizzentrum des Landgerichts Nürnberg-Fürth vor Prozessbeginn.

Am Landgericht Nürnberg-Fürth wird heute mit Spannung das Urteil über einen Mann erwartet, der Ehefrau und Schwiegermutter eine vergiftete Zimtschnecke gegeben hatte. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet unter anderem auf versuchten Mord. Am Vormittag wollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers verlesen. Die Geschädigten, die nach dem Verzehr schwer erkrankt waren, treten als Nebenklägerinnen auf. Ein Urteil der 19. Strafkammer könnte um die Mittagszeit fallen.

Der 39 Jahre alte Angeklagte aus Erlangen hatte zum Prozessauftakt beteuert, er habe seine Frau nicht umbringen wollen, schon gar nicht seine Schwiegermutter, die wohl nur zufällig und Tage später zu dem Gebäck gegriffen hatte. Er habe mit dem starken Schlafmittel in der Zimtfüllung lediglich die Ehefrau für eine Zeit außer Gefecht setzen wollen, um mehr Zeit mit dem gemeinsamen Sohn verbringen zu können.

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