27.07.2018 - 21:13 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

"Blende"-Thema "Lost Places"

Thema 2: „Lost Places - Verlassene Orte“. Dieses „Blende 2018“-Wettbewerbsthema steht für einen breiten Fundus an Fotomotiven. Man muss nur suchen.

"Der Geist" lautet die Aufnahme von Florian Dumig.
von Externer BeitragProfil

„Lost Places – Verlassene Orte“ so lautet diese thematische Vorgabe zur 44. Runde von Deutschlands größtem Fotowettbewerb „Blende 2018“, die bundesweite Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen aus dem gesamten Bundesgebiet und der Prophoto GmbH. Verlassene Orte als Fotoobjekte sind nicht nur absolut angesagt, sondern garantieren einen breiten Fundus an Motiven. Bauten wie Wohnhäuser, Krankenhäuser sowie Industrieanlagen im Kleinen wie im Großen sind nur ein möglicher Aspekt - durch die Einbeziehung stillgelegter Gärten oder beispielsweise Friedhöfe kann das Thema auch weiter gefasst interpretiert werden.

Die Motivpalette ist reich und das macht unser „Blende 2018“-Thema, das nicht nur Raum für Schönheit, sondern auch für Kritik lässt, so abwechslungsreich. Und es lohnt sich auch in diesem Jahr wieder, sich dem fotografischen Wettstreit und der Herausforderung zu stellen. „Blende“ ist der Fotowettbewerb mit den zwei Gewinnchancen. Für die bundesweite Endausscheidung von „Blende 2018“ haben Förderer erneut Preise im Wert von um die 40.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Blende 2018“ garantiert zweifache Gewinnchancen In der ersten Runde von „Blende 2018“ konkurrieren unsere Zeitungsleser untereinander. Die von unserer Zeitung und allen anderen teilnehmenden „Blende“-Redaktionen prämierten Aufnahmen sowie alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge von Nachwuchsfotografen bis 18 Jahre werden im Herbst an die Prophoto GmbH zur bundesweiten Endausscheidung weitergereicht. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die Sieger von „Blende 2018“, die dann im neuen Jahr bekanntgegeben werden.

Die Zeit anhalten

Nehmen Sie uns mit auf Ihre Entdeckungsreise Die Zeit anhalten zu können, das ist die Stärke der Fotografie. Wer sich unserer diesjährigen thematischen „Blende“-Vorgabe „Lost Places - Verlassene Orte“ stellt, der hält nicht nur die Zeit an, sondern entführt in die Vergangenheit. Dieser Blick erzählt kleine, aber auch ganz große Geschichten. Und genau diese wünschen wir uns als Wettbewerbsbeiträge zu „Blende 2018“. Nehmen Sie uns mit auf Ihre fotografische Entdeckungsreise, lassen Sie uns Ihr Entdeckungsfieber in Ihren Aufnahmen spüren – doch werden Sie bei allem Streben nach visuellen Impressionen nicht zum Gesetzesbrecher. Auch wenn sich um das von Ihnen ausgewählte Gebäude kein Zaun befindet, Türen und Fenster offen stehen, so bedeutet dies noch lange nicht, eintreten zu dürfen. Auch wenn diese Orte verlassen sind, so haben sie Besitzer, die ihr Einverständnis geben müssen. Das kann, muss aber nicht, zeitraubend sein. Oftmals lohnt sich die Kontaktaufnahme mit der Gemeinde.

Wir wünschen uns von Ihnen eindringliche Fotografien, möglichst jenseits des Alltäglichen. Doch bitte beachten Sie die vier ungeschriebenen Regeln, auf Ihren Streifzügen zu unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Lost Places - Verlassene Orte“. Gewaltsames Eindringen wird unter Urbexern (Erkunder von verlassenen Orten) nicht toleriert – wenn das Gebäude zu ist, dann bleibt es das auch für Lost Places Fotografen. Vandalismus, in welcher Form auch immer, ist nicht zu tolerieren. Müllentsorgung ist ebenso ein Tabu wie Graffiti zu hinterlassen. So wie Sie den verlassenen Ort vorgefunden haben ist er auch wieder zu verlassen. Leider halten sich nicht alle an diese Regeln, weshalb die Koordinaten der entdeckten Orte vielfach geheim bleiben.

Bitte bringen Sie sich für unser „Blende 2018“-Thema nicht in Gefahr - Verlassene Orte sind oftmals nicht ohne. Die Gebäude können einsturzgefährdet sein, oftmals sind Gefahrenstoffe einschließlich Gasbildung keine Seltenheit wie nicht isolierte Stromleitungen und morsche Bretter. Bei Ihren fotografischen Eroberungen sollten Sie mit Bedacht vorgehen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, ein Schutzhelm mit Leuchte und ein Erste-Hilfe-Kasten ratsam. Ist man alleine unterwegs, so sollte das Smartphone aufgeladen sein, damit bei einem Unfall mit der Außenwelt Kontakt aufgenommen werden kann. Zusätzlich sollte man Vertrauenspersonen in sein Vorhaben einbeziehen die dann alles nötige veranlassen, wenn eine vereinbarte Rückmeldung ausbleibt. Ratsam ist, die verlassenen Orte nicht alleine aufzusuchen. Bei einem möglichen Unfall können die Begleitpersonen Hilfe holen.

HDR in Maßen

Grundsätzlich ist das Fotoequipment nur Mittel zum Zweck. Im Bedarfsfall gelingen auch mit Smartphones – bei den Fotoqualitäten, die diese Aufnahmegeräte inzwischen haben – beeindruckende Aufnahmen, wenn man das richtige Auge für das Motiv hat. Den größeren fotografischeren gestalterischen Spielraum garantieren jedoch Kameras mit ihrem breiten Funktionsumfang. Dieser beschränkt sich nicht nur auf die Einstellungen wie Zeit und Blende. Nahezu jedes aktuelle Kameramodell verfügt heute über kamerainterne Filter – oftmals auch als Art-Filter bezeichnet – die insbesondere in der Lost-Places-Fotografie ihre Stärke auszuspielen wissen. HDR ist sicherlich eine Option. Hier sollte mit Augenmaß vorgegangen werden, denn an HDR-Aufnahmen sieht man sich inzwischen leicht satt. Prinzipiell sollte man auf der Lost Places Fototour so wenig Gepäck wie nur möglich und so viel wie nötig mitnehmen. Ratsam ist ein Fotorucksack, denn mit diesem hat man die Hände frei.

Mit einer Kamera mit einem weitwinkligen Objektiv zwischen 10 und 28 mm (KB) kann man sowohl die Innen- als auch die Außenbereiche wirkungsvoll ablichten. Auf welche Brennweite man natürlich schlussendlich setzt, hängt auch von der Intention ab. Ratsam ist ein leichtes Reisestativ, denn die nicht immer ausreichenden Lichtverhältnisse verlangen danach, möchte man Verwacklungen vorbeugen. Ein separater Blitz hilft für die überzeugende Ausleuchtung oftmals weiter. An Ersatzspeicherkarten und Ersatzakkus ist zu denken.

Bewusst vorgehen

Möchte man mit seinen Wettbewerbsbeiträgen auf regionaler Ebene und in der Finalrunde von „Blende 2018“ überzeugen, so sollte das fotografische Handeln dem Motto folgen, mehr als Abbilder schaffen zu wollen. Das klingt banal, ist es aber nicht. Oftmals ist die Begeisterung für verlassene Orte so stark, dass man zwar wild den Auslöser betätigt aber beispielsweise die Stärken der Bildgestaltung außer Acht lässt. Sich Zeit nehmen ist ein wichtiger Schlüssel zum Bilderfolg. Verlassene Orte wollen fotografisch erobert werden. Wichtig ist, dass Sie mit Ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen zu diesem Thema Außenstehende an Ihrem Entdeckungsfieber teilhaben lassen.

Zu guter Letzt: Auch, wenn sich möglicherweise in Ihrem Bildarchiv bereits tolle Aufnahmen zu unserer diesjährigen thematischen Vorgabe „Lost Places - Verlassene Orte“ befinden, so wünschen wir uns, dass Sie fotografisch aktiv werden und sich gezielt unserem „Blende 2018“-Thema von Neuem stellen. Bitte halten Sie sich an die Teilnahmebedingungen. Alte Kamellen sind bei „Blende“ nicht zugelassen - Ihre eingereichten Wettbewerbsbeiträge müssen im Zeitraum ab 1/2017 bis heute aufgenommen worden sein. Und wie bereits gesagt lohnt es sich für Sie, bietet „Blende“ zwei Gewinnchancen. Allein in der bundesweiten Endrunde winken Sachpreise im Gegenwert von um die 40.000 Euro. Also nichts wie los – aber nicht ins Archiv sondern auf Fototour zu unserem „Blende 2018“-Thema „Lost Places - Verlassene Orte“.

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Teilnahmebedingungen

Oberpfalz

Die "Blende 2018"

Oberpfalz

Thema 1: "Farbspiele"

Oberpfalz

Jugendthema: "Das bewegt mich"

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