Oberpfalz
22.07.2026 - 17:36 Uhr

Klassische Tageszeitung bleibt die Nummer 1 – Potenzial für digitale Angebote weiterhin groß

Eine aktuelle Leserbefragung zeigt: Die regionale Tageszeitung ist in der nördlichen Oberpfalz nach wie vor das mit Abstand wichtigste Medium für lokale Informationen.

Die Lokalzeitung ist für viele Menschen in der Oberpfalz nach wie vor die wichtigste Quelle für Nachrichten über das Geschehen vor Ort. Symbolbild: Gerhard Götz/Archiv
Die Lokalzeitung ist für viele Menschen in der Oberpfalz nach wie vor die wichtigste Quelle für Nachrichten über das Geschehen vor Ort.

Gleichzeitig machen die Ergebnisse deutlich, dass beim E-Paper noch Aufklärungs- und Unterstützungsbedarf besteht.

Gedruckte Zeitung wird klar bevorzugt

Auf die Frage nach der bevorzugten Form der regionalen Nachrichtenversorgung entschieden sich die meisten Befragten für die klassische Tageszeitung. Das E-Paper folgt mit deutlichem Abstand, während Onetz nur von einem kleineren Teil der Teilnehmer als bevorzugter Zugang genannt wird.

Auch bei der regelmäßigen Nutzung regionaler Medien liegt die gedruckte Zeitung klar vorn. Das E-Paper hat sich zwar als digitales Angebot etabliert, erreicht aber weiterhin deutlich weniger Nutzer als die Printausgabe.

Gründe gegen die Nutzung des E-Papers

Unter den Befragten, die das E-Paper bislang nicht nutzen, zeigen sich mehrere zentrale Hürden. Am häufigsten wird genannt, dass man grundsätzlich nicht digital lesen möchte. Fast ebenso oft geben die Teilnehmer an, sich mit der Technik nicht ausreichend auszukennen oder bislang gar nichts vom E-Paper gewusst zu haben.

Eine weitere Rolle spielen fehlende Endgeräte. Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass neben einer grundsätzlichen Präferenz für Print insbesondere Informationsdefizite und technische Unsicherheiten die Nutzung digitaler Angebote bremsen.

Digitale Unterstützung bleibt gefragt

Die von Oberpfalz-Medien angebotene „Digital-Sprechstunde“, bei der Interessierte das E-Paper vor Ort kennenlernen können, ist bislang nur einem Teil der Befragten bekannt. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass durchaus Interesse an einem solchen Unterstützungsangebot besteht: Mehr als 100 Teilnehmer können sich vorstellen, eine solche Sprechstunde zu besuchen.

Die Ergebnisse unterstreichen damit, dass persönliche Beratung und praktische Hilfe wichtige Bausteine sein können, um digitale Angebote weiter bekannt zu machen und Berührungsängste abzubauen.

Hohe Bindung an die Zeitung

Mehr als die Hälfte der Befragten gab außerdem an, in den vergangenen drei Monaten die Zeitung als Abo, Kurzabo oder Leseprobe bezogen zu haben. Die regionalen Tageszeitungen von Oberpfalz-Medien verfügen damit weiterhin über eine starke Verankerung in der Leserschaft.

An der telefonischen Befragung im Auftrag von Oberpfalz-Medien nahmen rund 2.000 Personen aus der nördlichen Oberpfalz teil. Die Erhebung wurde im Jahr 2026 durchgeführt.

Weiden in der Oberpfalz11.05.2023
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