27.02.2020 - 15:13 Uhr
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Sehenswerte Oberpfalz: Lieblingsplätze

Die Ausflugs-Saison steht vor der Tür. Und damit auch die Frage nach lohnenden, interessanten Zielen in der Region. Für die Reiseführer-Reihe "Lieblingsplätze" hat sich Heinrich May in Regensburg und der Oberpfalz umgesehen.

Zu den Favoriten der Lieblingsplätze des Autors gehört der Geschichtspark Bärnau.
von Anke SchäferProfil

Im druckfrischen Ratgeber aus dem Gmeiner-Verlag finden sich übersichtliche, kompakte Beschreibungen zu kulturellen und kulinarischen Entdeckungen. Und auch der Freizeitspaß für die Familie kommt nicht zu kurz. Die farbige Bebilderung weckt zusätzlich Lust, die vielfältigen Tipps gleich auszuprobieren. Mehr zur Auswahl und seinen ganz besonderen Highlights verrät Autor Heinrich May im Interview:

ONETZ: Herr May, im Buch stellen Sie 88 Lieblingsplätze in Regensburg und in der Oberpfalz vor – die haben Sie doch sicher nicht alle in einem Sommer erkundet?

Heinrich May: Nein, das war ein längerer Prozess: Einige Orte habe ich schon in den vergangenen Jahren, teilweise auch mehrfach besucht. Mir haben diese, wie auch andere Orte und letztlich die ganze Region ja schon lange sehr gut gefallen und die Besuche erfolgten lange, bevor die Idee zu dem Buch entstanden war. Einige Orte habe ich jedoch auch gezielt erst in der Vorbereitung auf das Buch aufgesucht. Und das nicht nur im Sommer, sondern ich war zu allen Jahreszeiten unterwegs.

Der Reiseführer „Lieblingsplätze Regensburg und Oberpfalz“, 192 Seiten, 88 farbige Abbildungen, Paperback, ist am 12. Februar 2020 im Gmeiner-Verlag erschienen und kostet 18 Euro, als E-Book 13,99 Euro.

ONETZ: Als studierter Verwaltungswissenschaftler haben Sie es beruflich ja eher mit trockener Materie zu tun. Kam da das Buchprojekt als kreativer Ausgleich gelegen?

Ja, als Verwaltungsbeamter hatte und habe ich oft „trockene Akten“ zu wälzen und zu bearbeiten. Aber in diesen Akten stecken ja konkrete Vorgänge in der Oberpfalz und da hatte ich das Glück, dass ich, insbesondere im Naturschutz und später der Tourismusförderung, einige Orte auch mal besuchen musste. Oder auch durfte, denn dabei habe ich die Region und viele sehr interessante und sympathische Menschen kennen gelernt. Aber zugegeben: Ganz so kreativ wie in dem Buch bin ich in meiner „normalen“ Arbeit nicht und somit trifft es das mit dem kreativen Ausgleich schon.

ONETZ: Sind Sie mit Ihren Tipps eigentlich Spuren der Kindheit gefolgt oder hat es Sie erst später in diese Region gezogen?

Ich bin als gebürtiger Unterfranke erst im Erwachsenenalter in die Oberpfalz gekommen. Dort hatte ich das Glück, in einer Behörde mitten in der Altstadt Regensburgs arbeiten zu dürfen und habe dann schon in der Mittagspause und insbesondere nach der Arbeit die Stadt quasi systematisch durchstöbert. Nach und nach bin ich dann auch in die Region gekommen und habe diese kennen und lieben gelernt. Insbesondere die Vielfalt der Landschaft, die reiche Geschichte und die herrliche Natur sind immer wieder schön.

Heinrich May hat Verwaltungswissenschaften und Politik studiert und lebt seit 1991 in Regensburg. Durch sein Engagement insbesondere für Naturschutz und Tourismusförderung ist er mit allen Regionen der Oberpfalz vertraut.

ONETZ: Haben Sie die einzelnen Stationen im Zuge der Recherche mit anderen Augen begutachtet?

Ja durchaus. Erste Voraussetzung war natürlich immer, dass mir die Orte gefallen. Als Schwierigkeit erwies sich jedoch, dass ich noch viel mehr als die 88 Orte als sehr schön empfinde und anderen zeigen, sie beschreiben möchte. So musste ich also die Auswahl reduzieren. Mein Maßstab dabei war immer die Frage: „Ist dieser Ort allein einen Ausflug, auch von weiter entfernt kommend, wert? Bleibe ich hier ein paar Stunden?“. Und bei der dann folgenden intensiven Beschäftigung mit den ausgewählten Lieblingsorten bin ich öfters auf Dinge gestoßen, die ich noch nicht kannte und die ich als unheimlich spannend empfand.

ONETZ: Sind erste Notizen direkt vor Ort entstanden oder haben Sie die gesammelten Eindrücke erst später in Ruhe am häuslichen Schreibtisch festgehalten?

Die ersten Notizen waren die Dinge, die ich allein in meiner Erinnerung von früheren Besuchen hatte und die ich schon immer auch gern anderen erzählte. Das konnten persönliche Eindrücke und Erlebnisse sein, aber auch Dinge die ich wieder von anderen erfahren oder mir angelesen hatte.
In der unmittelbaren Vorbereitung auf das Buch kamen dann tatsächlich Notizen dazu, die ich mir machte, als ich einzelne Orte bereiste. Das waren dann auch wieder ganz persönlich Impressionen, die ich für mich an meinen Besuchen vorfand.
Die letztliche Umsetzung all dieser Erinnerungen und Notizen erfolgte dann später zu Hause am Schreibtisch.

ONETZ: Im Klappentext haben Sie zehn persönliche Highlights aufgelistet. Gibt es darunter den einen ganz besonderen Favoriten?

Einen persönlichen Favoriten kann ich nun wirklich nicht benennen, da es so viele schöne Orte sind. Aber wirklich immer wunderschön sind für mich als geschichtsinteressierten Menschen der Regensburger Dom sowie das Schottenportal, für mein Interesse an Architektur die Kirche in Wenzenbach, als Symbol für die tollen Menschen früher und vor allem heute der Geschichtspark in Bärnau und für die Kombination aus allem die Burg Falkenberg.

ONETZ: Und andersherum: Haben Sie vielleicht noch einen Lieblingsplatz in der Hinterhand, den Sie bewusst nicht dem großen Ansturm preisgeben wollten?

Ja, da gibt es tatsächlich einen. Und sogar noch den einen oder anderen dazu.

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