18.04.2019 - 14:30 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Oma (39) wollte mit Enkel ins Ausland flüchten

Eine ungewöhnlicher Familienausflug hat die Beamten der Bundespolizei am Flughafen München stutzig gemacht. Dank deren Wachsamkeit gab es eine freudige Familienzusammenführung.

Bundespolizisten überprüften am Mittwochmorgen bei der Ausreisekontrolle für den Flug nach Atlanta, USA, die Dokumente der Reisenden.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Bundespolizisten überprüften am Mittwochmorgen bei der Ausreisekontrolle für den Flug nach Atlanta, USA, die Dokumente der Reisenden. Eine 39-Jährige war mit ihrer 15-jährigen Tochter und deren 1-jährigen Sohn unterwegs. Ungewöhnlich: Der Vater des Säuglings war nicht bei der Reisegruppe. Offensichtlich wollte auch die 15-Jährige die Reise nicht antreten. Die Bundespolizisten wurden stutzig und forschten genauer nach.

Im polizeilichen Fahndungssystem gab es einen Vermerk des Amtsgerichts in Weiden. In der Vergangenheit hatte die 39-Jährige schon einmal versucht, sich mit ihrem Enkel ins Ausland abzusetzen. Die Richter hatten im Zusammenhang mit einem laufenden Sorgerechtsstreit an die Grenzpolizeibehörden den Auftrag eingestellt, der 39-Jährigen die Ausreise zu untersagen, falls sie in Begleitung des Einjährigen ist. Das Gericht prüft derzeit, ob es dem leiblichen Vater das alleinige Sorgerecht für den 1-Jährigen zuspricht.

Die Beamten haben den Säugling in Obhut genommen und das zuständige Jugendamt sowie die Familie des 17-jährigen Kindsvaters informiert. Gemeinsam mit seinem Vater holte der junge Mann seinen Sohn am Flughafen ab. Wie unter anderem idowa.de meldet, prüft die zuständige Staatsanwaltschaft, inwiefern sich die 39-Jährige für den "Familienausflug" rechtlich verantworten muss.

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