Bundespolizisten überprüften am Mittwochmorgen bei der Ausreisekontrolle für den Flug nach Atlanta, USA, die Dokumente der Reisenden. Eine 39-Jährige war mit ihrer 15-jährigen Tochter und deren 1-jährigen Sohn unterwegs. Ungewöhnlich: Der Vater des Säuglings war nicht bei der Reisegruppe. Offensichtlich wollte auch die 15-Jährige die Reise nicht antreten. Die Bundespolizisten wurden stutzig und forschten genauer nach.
Im polizeilichen Fahndungssystem gab es einen Vermerk des Amtsgerichts in Weiden. In der Vergangenheit hatte die 39-Jährige schon einmal versucht, sich mit ihrem Enkel ins Ausland abzusetzen. Die Richter hatten im Zusammenhang mit einem laufenden Sorgerechtsstreit an die Grenzpolizeibehörden den Auftrag eingestellt, der 39-Jährigen die Ausreise zu untersagen, falls sie in Begleitung des Einjährigen ist. Das Gericht prüft derzeit, ob es dem leiblichen Vater das alleinige Sorgerecht für den 1-Jährigen zuspricht.
Die Beamten haben den Säugling in Obhut genommen und das zuständige Jugendamt sowie die Familie des 17-jährigen Kindsvaters informiert. Gemeinsam mit seinem Vater holte der junge Mann seinen Sohn am Flughafen ab. Wie unter anderem idowa.de meldet, prüft die zuständige Staatsanwaltschaft, inwiefern sich die 39-Jährige für den "Familienausflug" rechtlich verantworten muss.













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