Update 21.12.2021 - 08:25 Uhr
ParsbergDeutschland & Welt

Sattelschlepper rammt Militär-Konvoi mit Tanklaster

Ein Sattelzug ist auf der A3 bei Parsberg mit Wucht in mehrere Tanklaster des US-Militärs gerast. Die Fahrzeuge waren teils mit Düsenkraftstoff beladen und gingen in Flammen auf. Ein Mann kam dabei ums Leben.

Mehrere Lastwagen stehen auf der Autobahn 3 in Flammen. Zuvor war ein Lastwagen in einen Konvoi mehrerer US-Militärfahrzeuge gefahren, der mit mehreren Tankfahrzeugen auf dem Seitenstreifen gestanden war.
von Agentur DPAProfil

Ein Lastwagen hat auf der Autobahn 3 nahe Parsberg im Landkreis Neumarkt einen US-Militärkonvoi gerammt und mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt. Die Polizei bestätigte am Dienstag, dass der Lkw-Fahrer bei dem Unfall tödlich verletzt wurde. Acht Angehörige der US-Armee seien vermutlich mit Rauchgasvergiftungen zu einer Kontrolle ins Krankenhaus gekommen. Die Polizei ging von einem Unfall und nicht von einem Anschlag aus.

Der Sattelzug sei am Montag kurz nach der Anschlussstelle Parsberg in eines von drei US-Fahrzeugen gefahren, die auf dem Seitenstreifen standen. Darunter sei ein Tanklastfahrzeug gewesen – es hatte 2500 Liter Düsenkraftstoff geladen, der sich glücklicherweise nicht entzündete.

Führerhaus komplett zerstört

Die Tanks der Fahrzeuge hätten Feuer gefangen – nicht die Ladung. Die Reifen seien explodiert, so der Sprecher. Warum der Laster aus Deutschland in den Konvoi fuhr, war unklar. Der Lkw sei mit Sägemehl beladen gewesen und habe die Militärfahrzeuge mit voller Wucht gerammt. Der Lastwagenfahrer starb laut Polizeiangaben. Das Führerhaus sei komplett zerstört.

Die Autobahn wurde in beiden Richtungen gesperrt. Der Brand war bald gelöscht. Die Öffentlichkeit sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, da der Rauch nicht in Richtung besiedelter Gebiete zog. Bis zum Abend dauerte die Räumung der Unfallstelle an, weil zunächst Kerosin aus den US-Fahrzeugen abgepumpt werden musste.

Acht Soldaten in Klinik

Der Sprecher des US-Militärstützpunkts im oberpfälzischen Grafenwöhr, Donald Wrenn, sagte zunächst, man habe keine Erkenntnisse über verletzte US-Soldaten. Aber acht seien vorsichtshalber zu einer Kontrolle in eine Klinik gebracht worden.

Die drei Fahrzeuge der US-Armee waren den Angaben zufolge von Hohenfels auf der A3 in Richtung Grafenwöhr unterwegs, als sie am Rand der Autobahn vom Rest ihres genehmigten Konvois getrennt wurden. "Während die Fahrzeuge warteten, wurde eines gerammt."

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