Regensburg
22.11.2018 - 18:29 Uhr

48-Jähriger wird Schülersprecher für die Oberpfälzer Berufsschüler

Jürgen Häuslmann führte Jahre lang einen Gastronomiebetrieb, jetzt lernt er an der Eckert-Akademie in Regenstauf - und vertritt seit kurzem die Oberpfälzer Berufsschüler. Nach einem Betriebsunfall musste er umdenken.

Jürgen Häuslmann ist der neue Bezirksschülersprecher für berufliche Schulen in der Oberpfalz. Bild: Privat/exb
Jürgen Häuslmann ist der neue Bezirksschülersprecher für berufliche Schulen in der Oberpfalz.

Jürgen Häuslmann ist der neue Bezirksschülersprecher für die beruflichen Schulen in der Oberpfalz. Der 48-Jährige gelernte Koch musste nach einem Betriebsunfall umdenken und absolviert aktuell eine zweijährige Umschulung zum Lebensmittelverarbeitungstechniker an der Eckert-Akademie in Regenstauf. Sein Alter kommt Häuslmann, der aus Wasserburg am Inn in Oberbayern stammt, im neuen Amt zugute.

ONETZ: Herr Häuslmann, herzlichen Glückwunsch zum neuen Amt. Wie kam es zu Ihrer Wahl?

Jürgen Häuslmann: Ich bin bereits im zweiten Jahr Klassen- und Schülersprecher an der Eckert-Akademie in Regenstauf. Kürzlich kamen 22 Oberpfälzer Schülersprecher in Regensburg zusammen. Vier stellten sich zur Wahl, ich bin dann am Ende zum Bezirksschülersprecher gewählt worden.

ONETZ: Was sind ihre Aufgaben?

Ich bin Mittler zwischen der Regierung der Oberpfalz und den Schülersprechern, wenn es um Neuerungen oder Verbesserungsvorschläge geht. Alles andere lasse ich auf mich zukommen.

ONETZ: Welche Erfahrungen haben Sie als Schülersprecher gesammelt?

An der Eckert-Akademie stehe ich in engem Kontakt mit der Schulleitung. Im letzten Jahr hat es sich zum Beispiel in den Pausen an den Kiosken oft gestaut, darüber haben sich die Schüler beschwert. Ich habe das dann mit der Schulleitung und der Mensaleitung besprochen und jetzt gibt es mehr Kassen und mehr Personal in den Kiosken.

ONETZ: Sie sind mit 48 Jahren deutlich älter als der Durchschnitt der Berufsschüler. Hilft das?

(lacht) Das ist definitiv ein Vorteil. Naturgemäß habe ich eine andere Auftretensweise als ein 16-Jähriger. Ich war als Koch 25 Jahre selbstständig, habe unter anderem einen Gastronomiebetrieb mit 35 Angestellten geleitet. Da ist die Selbstsicherheit natürlich schon größer.

ONETZ: Der Schulalltag gestaltet sich für Berufsschüler sehr unterschiedlich.

Ja, die meisten haben Blockunterricht oder kommen einmal pro Woche an die Schule. An Mittelschulen, Realschulen oder Gymnasien gibt es sicher einen stärkeren Klassenzusammenhalt. Da gehen die Schüler viele Jahre gemeinsam in eine Klasse. Ich denke, da haben die Schülersprecher noch mehr Arbeit.

ONETZ: Wie viele Berufsschüler vertreten Sie als Bezirksschülersprecher nun?

Die genaue Zahl kenne ich gar nicht, es gibt aber 80 berufsbildende Schulen in der Oberpfalz. Vielleicht gibt es nächste Woche noch eine Überraschung. Dann findet in München die Wahl des Landesschülersprecher statt.

ONETZ: Werden Sie sich aufstellen lassen?

Ich werde mir erst mal anhören, was bei der Landesschülerkonferenz so erzählt wird. Prinzipiell würde ich es machen, ja.

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