Alarm für Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, Wasserwacht und Wasser- und Schifffahrtsverwaltung am Montagabend: Laut Notruf steuerte ein antriebsloses Sportmotorboot, besetzt mit zwei Personen, direkt auf der hochwasserführenden Donau auf das Pfaffensteiner Wehr zu.
Das Boot prallte gegen die Wehrmauer. "Wie durch ein Wunder wurde es dadurch zumindest nicht so schwer beschädigt, dass es gleich zu sinken drohte", berichtet Polizeisprecher Thomas Kolb, "jedoch hatte die Donau mit ihren kräftigen Strudeln und Walzen unter der Wasseroberfläche das Boot fest in einem unruhigen Griff."
Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr befreiten die Bootsinsassen per ausgefahrener Drehleiter aus ihrer lebensbedrohlichen Lage. Sie blieben unverletzt, erlitten aber einen Schock. Das Boot sollte – nachdem es sicher festgebunden war – am nächsten Tag per Kran geborgen werden.
100 Einsatzkräfte beteiligt
Polizeisprecher Thomas Kolb: "Wie gefährlich die Gesamtsituation für die Insassen letztlich war, zeigte sich aber innerhalb kurzer Zeit, in der das Boot trotz guter Vertäuung durch den kraftvollen Sog der Wassermassen über Backbord kenterte und sank. Für hier noch an Bord befindliche Passagiere hätte dies den sicheren Tod bedeutet."
Der Schaden am Sportboot beläuft sich auf 40.000 Euro. Nachdem nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Vertäuung reißen und die Tauenden Personen auf dem Staustufenüberweg gefährden kann, bleibt der Weg vorerst gesperrt. An dem Einsatz waren insgesamt über 100 Einsatzkräfte beteiligt.















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