02.06.2020 - 18:53 Uhr
RegensburgDeutschland & Welt

Historisch niedriger Stromverbrauch am Pfingstmontag

Diese Meldung vom Bayernwerk elektrisiert: An Pfingstmontag wurde der Wert des Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Grund: Die Folgen der Corona-Pandemie.

Der Solarpark auf einer steilen Anhöhe nördlich von Wolfring.
von Frank Werner Kontakt Profil

Bemerkenswerte Zahl aus Regensburg: Am Pfingstmontag um 14.45 Uhr wurde im Verteilnetz der Bayernwerk Netz GmbH die mit rund 1500 Megawatt niedrigste Stromabnahme aller Zeiten gemessen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Vergleich zum Pfingstmontag des Vorjahres entspreche dies einer Halbierung des Verbrauchs.

Dem geringen Verbrauchswert stand laut Bayernwerk gleichzeitig eine Rekordeinspeisung an Solarenergie ins Höchstspannungsnetz gegenüber. Viel Erzeugung, wenig Verbrauch - diese Effekte bewirkten am Pfingstmontag, dass zwischen 8 Uhr und 18.30 Uhr der Eigenversorgungsgrad im Netzgebiet des Bayernwerks bei 100 Prozent lag. "Seit Beginn der Corona-Pandemie sehen wir in unseren Netzen einen deutlichen Rückgang der Stromabnahme, insbesondere im Industrie- und Gewerbebereich," erläuterte Egon Westphal, Technik-Vorstand des Bayernwerks: "Gleichzeitig spüren wir den weiterhin hohen Zubau an Photovoltaik-Anlagen. In den vergangen Monaten konnten wir daher immer neue Sonnenstrom-Spitzeneinspeisungen messen." Schon um 14 Uhr wurde demnach am Pfingstmontag die höchste jemals gemessene Rückspeisleistung ins Höchstspannungsnetz registriert. "Fast 4000 Megawatt wurden aus dem Netz des Bayernwerks dem europäischen Verbundnetz zur Verfügung gestellt. Ein neuer Spitzenwert," stellte Westphal fest.

Überschüssige Energie musste in dieser Zeit sogar abtransportiert werden. Das spiegelte sich laut Bayernwerk auch an der Strombörse wider, wo der Preis den Angaben zufolge am Montagnachmittag über einen langen Zeitraum negativ war.

Hintergrund :

Bayernwerk Netz GmbH

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2700 Mitarbeitern für die Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154000 Kilometer, sein Gasnetz 5800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Zum Süd-Ost-Link gibt es weitere Proteste

Weiden in der Oberpfalz
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