08.07.2021 - 17:12 Uhr
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Kommentar: Eine Prämie fürs Impfen? Auf jeden Fall

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Wer sich gegen Corona impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Daher ist es wichtig, fürs Impfen zu werben – notfalls mit Prämien. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Anfangs waren Corona-Impfung begehrt, aber der Impfstoff war knapp. Jetzt, da es ausreichend Impfstoff gibt, lässt das Interesse nach.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Mancher hat den Kopf geschüttelt, als in den USA begonnen wurde, Menschen mit Prämien zu motivieren, sich gegen Corona impfen zu lassen. Trotz der Skepsis hierzulande sollte Deutschland dem Beispiel folgen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass auch in hier Appelle an Verantwortung und Solidarität nicht ausreichen werden. Die Kraft der Pandemie lässt sich im kommenden Herbst und Winter aber nur brechen, wenn ein sehr hoher Anteil der Bevölkerung geimpft ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat das Ziel bei 85 Prozent gesetzt. Dann sollte die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 laut Modellrechnung des RKI unter 100 bleiben - davon würden vor allem die Unter-12-Jährigen profitieren, die noch nicht geimpft werden können. Zum Vergleich: Bei einer Impfquote von 65 Prozent befürchtet das RKI eine Inzidenz von knapp unter 400.

Eine niedrige dreistellige Prämie, sagen Ökonomen unter Verweis auf Studien, würde die Impfbereitschaft deutlich erhöhen. Das zahlt sich für alle aus. Schließlich beziffert das Ifo-Institut den Nutzen einer Impfdosis für die Gesellschaft auf rund 1500 Euro.

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